Selbst genutztes Haus, Solaranlage und ein Elektroauto in der Garage – diese Kombination wird gefördert.

Selbst genutztes Haus, Solaranlage und ein Elektroauto in der Garage – diese Kombination wird gefördert.

Bild: © Slavun/AdobeStock

Nach einem Ansturm auf das neue Förderprogramm für das Laden von Elektroautos mit Solarstrom sind die Mittel am ersten Tag ausgeschöpft worden. Anträge können nicht mehr gestellt werden. Insgesamt wurden nach Angaben der staatlichen Förderbank KfW rund 33 000 Anträge bewilligt. Die hohe Nachfrage führte zeitweise zur Überlastung des KfW-Kundenportals.

Die vom Bundesverkehrsministerium gewährten 300 Millionen Euro für dieses Jahr seien damit ausgeschöpft, teilte die KfW mit. Antragsteller haben nun zwei Jahre Zeit, ihre Vorhaben umzusetzen. Wenn alle Kriterien des Programms erfüllt sind, wird das Fördergeld ausgezahlt. Im kommenden Jahr sollen noch einmal weitere 200 Millionen Euro hinzukommen.

Höchstsumme nur mit Freigabe für Netzdienlichkeit

Gefördert werden der Kauf und die Installation einer Ladestation für Elektroautos in Kombination mit einer Photovoltaikanlage und einem Solarstromspeicher. Im Rahmen des Programms „Solarstrom für Elektroautos“ gibt es einen Investitionszuschuss von bis zu 10.200 Euro. Den gibt es für Eigentümerinnen und Eigentümern von selbstgenutzten Wohngebäuden, die ein Elektroauto besitzen oder zum Zeitpunkt des Antrags ein E-Auto bestellt haben.

Die Höchstsumme kann aber nur erhalten, wer den Akku seines Fahrzeugs auch zum Entladen freigibt. Der Akku kann so als kleiner Teil einer Reserve dienen, aus dem im Bedarfsfall auch Strom zurück ins Netz fließen kann oder im eigenen Haus genutzt wird.

Intenet-Auftritt am Rande des Zusammenbruchs

Die KfW verarbeitete den Angaben zufolge am Dienstag innerhalb der ersten zehn Stunden - trotz zeitweise überlasteter Systeme - deutlich über 20.000 Anträge. Von der Öffnung des Programms um 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr seien mehr als 190 000 Besucher verzeichnet worden. Knapp 66 000 Benutzer hätten sich seither registriert.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing sprach von einem „überwältigendem Zuspruch“. Das Förderprogramm treffe offensichtlich den Nerv der Bevölkerung. Durch das Laden am eigenen Wohngebäude werde der Bedarf für öffentliches Laden verringert, das Stromnetz entlastet und Bürgern ermöglicht, Energiekosten einzusparen. (dpa/wa)

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