Der Streetscooter ist tot, es lebe der Streetscooter – nach diesem Motto verfährt die Deutsche Post bei ihrem Elektrotransporter. Vor gut einem Jahr hatte sie das baldige Produktionsende angekündigt. Das wurde später mehrmals nach hinten verschoben – um jetzt ein neues Modell anzukündigen: den Streetscooter Gigabox.
Der Konzern will in den nächsten Jahren klimafreundlicher werden. Schwerpunkte dabei sind der Bau von CO2-neutralen Betriebsstätten, die Nachrüstung bereits bestehender Gebäude, die Verlagerung von Transporten von der Straße auf die Schiene und eben der weitere Ausbau der Elektroflotte.
Größter E-Flottenbetreiber Europas
Die Deutsche Post DHL sieht sich als Vorreiter der E-Mobilität. Mit über 15.000 Elektrotransportern sei das Unternehmen mit Abstand größte E-Flottenbetreiber in Europa und darüber hinaus.
2022, so die Ankündigung, werde die Flotte auf etwa 21.500 Streetscooter anwachsen. Außerdem werde ein neues Modell dazukommen: Erste Prototypen des „Streetscooter Gigabox“ mit einem Ladevolumen von zwölf Kubikmetern und Platz für rund 240 Pakete sollen noch in diesem Jahr eingesetzt werden.
Auch etablierte Autohersteller sollen Transporter liefern
2025 soll die Zustellflotte dann insgesamt 37.000 E-Fahrzeuge umfassen. Darunter seien dann auch E-Nutzfahrzeuge etablierter Autohersteller, soweit verfügbar. Parallel dazu soll auch die Ladeinfrastruktur wachsen.
Elektrofahrzeuge eignen sich laut Post besser als Verbrenner für Fahrten mit Start-Stopp-Verkehr, wie in der Brief- und Paketzustellung üblich. Bis 2025 reduziert das Unternehmen nach eigenen Angaben so seine jährlichen CO2-Emissionen um 150.000 Tonnen.
Ergänzt wird die Elektroflotte derzeit durch 8000 E-Bikes und rund 9000 E-Trikes. Bis 2025, so der Plan, schafft die Deutsche Post weitere 5000 E-Trikes an. (wa)



