Für 49 Euro pro Monat sollen Fahrgäste den gesamten Nahverkehr in Deutschland nutzen können.

Für 49 Euro pro Monat sollen Fahrgäste den gesamten Nahverkehr in Deutschland nutzen können.

Bild: © Firn/Adobe Stock

Das 49-Euro-Ticket für den Nah- und Regionalverkehr könnte im Frühjahr starten. Die Länder streben einen Termin zum 1. April an. Das sagte die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Bremens Senatorin Maike Schaefer. Zugleich mahnen die Länder, offene Finanzierungsfragen mit dem Bund zum Deutschlandticket müssten geklärt werden.

Schaefer sagte, ein Starttermin 1. Januar sei zu ambitioniert gewesen. Die Einführung des Tickets sei organisatorisch, rechtlich und finanztechnisch eine große Herausforderung.

Vor allem die Einführung ist teuer

Derzeit geht es um die Frage, wer Mehrkosten trägt, falls das Ticket teurer als die bislang prognostizierten 3 Mrd. Euro wird. Zu erwarten sei dies vor allem in der Einführungszeit, sagte Schaefer. Nach einer Branchenschätzung könnte das Ticket bis zu 4,7 Milliarden Euro kosten. „Wir können die Verkehrsunternehmen nicht im Regen stehen lassen.“

Deswegen sollen nun nach dem Willen der Länder eventuell entstehende Mehrkosten zu gleichen Teilen zwischen Bund und Ländern aufgeteilt werden. Die Länder seien zu dieser hälftigen Übernahme bereit, sagte Schaefer. Das erwarten die Länder nun auch vom Bund. Die Länder hätten sich vom Bund ein deutliches Signal zur sogenannten Nachschusspflicht gewünscht.

Keine Einigung zur Maskenpflicht

Keine einheitliche Linie fanden die Verkehrsminister zur Frage, wann die Maskenpflicht im ÖPNV abgeschafft werden soll. Schaefer sagte, einige Länder wollten die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen bereits zum 1. Januar abschaffen, andere angesichts der weiter angespannten Lage in der Pandemie erst nach dem Winter zur Einführung des Tickets. Ein «Flickenteppich» sollte vermieden werden, sagte Beermann. (dpa/wa)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper