Der Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) testet flexible Tarifangebote in Berlin und Frankfurt an der Oder. Beschlossen wurden zwei Pilotprojekte mit einer Laufzeit über zwei Jahre, die im ersten Quartal 2022 starten. Der VBB will damit auf den sich verändernden Mobilitätsbedarf im Zuge der Pandemie reagieren.
Die beiden Pilotprojekte sind Bestandteil eines Gesamtkonzepts, um Fahrgäste zu gewinnen. Sie richten sich insbesondere an Pendler, die häufiger im Homeoffice arbeiten und den Nahverkehr deshalb nicht mehr regelmäßig für die Fahrt zur Arbeit nutzen.
Zwei unterschiedliche Modelle
In Berlin und Frankfurt an der Oder sollen zwei unterschiedliche Ansätze ausgewertet werden. Diese sollen den unterschiedlichen Bedingungen bezüglich Nachfrage und Region im VBB Rechnung tragen und perspektivisch auf andere Regionen im Verbundgebiet übertragen werden könnten.
In Frankfurt ist für das Stadtgebiet ein neues, flexibles Abonnement-Angebot geplant: Das VBB-Abo flex. Fahrgäste können durch Zahlung eines monatlichen Grundbeitrags von 4,90 Euro Fahrausweise des um 25 Prozent ermäßigten Bartarifs kaufen.
Tageskarten im 8er-Paket
In Berlin wird ein anderes Modell getestet: Es nennt sic VBB-FlexTicket: Fahrgäste können ein 8er-Paket an Fahrtberechtigungen für 24 Stunden zum Preis von 44 Euro erhalten. Die im Paket erworbenen 24-Stunden-Karten können innerhalb eines Monats abgerufen werden. Das Paket wird digital als Handyticket angeboten, aber auch an ausgewählten Kundenzentren und Verkaufsstellen analog verfügbar sein.
Die beiden Projekte haben zunächst eine Laufzeit von zwei Jahren. In regelmäßigen Abständen will sie der VBB evaluieren, begleiten und prüfen. In den kommenden Wochen werden die tariflichen und vertrieblichen Konditionen gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen weiter abgestimmt. Beide Pilotprojekte werden im ersten Quartal 2022 an den Start gehen. Der Testzeitraum endet spätestens am 31. Dezember 2023. (wa)



