ÖPNV

Frankfurts erste neue Tram ist in Betrieb

Hersteller Alstom liefert bis 2025 insgesamt 58 Fahrzeuge an die VGF. Die sollen auch mit Design punkten.
12.12.2022

Die neue Frankfurter Tram sei mal nicht "rechteckig, praktisch, gut", sondern punktet auch mit Design.

Das erste Fahrzeug der neuen Frankfurter Straßenbahn ist in den Fahrgastbetrieb gegangen. Mit Auslieferung der 2017 ausgeschriebenen „T“-Wagen springe die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) eigenen Angaben zufolge „in eine neue Zeit“. Dies betreffe auch die äußere Form der Fahrzeuge.

Das äußerliche Erscheinungsbild der in den vergangenen Jahrzehnten beschafften Bahnen sei – wie fast überall in Deutschland – hauptsächlich vom Dreiklang „rechteckig, praktisch, gut“ geprägt gewesen. Mit den neuen Fahrzeugen gehe die VGF zu einem Design über, dass die Modernität des Systems Straßenbahn ebenso zum Ausdruck bringen soll wie den internationalen Charakter der Stadt Frankfurt.

Mobilität auf den Nahverkehr verlagern

„Wir benötigen einen modernen und attraktiven öffentlichen Verkehr in Frankfurt. Das Bedürfnis, mobil zu sein, wird in Zukunft nicht geringer. Aber wir müssen Mobilität vom Auto auf U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse verlagern. Moderne Fahrzeuge in ausreichender Zahl sind unverzichtbar, um die Mobilitätswende  umzusetzen“, sagt Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg.

Die Bahnen kommen vom französischen Hersteller Alstom. Nacheinander gehen ab jetzt insgesamt 58 neue Straßenbahnen in den Fahrgastbetrieb. „Da wir letztlich mehr Fahrzeuge in Betrieb nehmen als wir ausmustern, kommen wir so der aus der steigenden Einwohnerzahl resultierenden zusätzlichen Nachfrage bis weit ins nächste Jahrzehnt nach“, erklärt der Frankfurter Mobilitätsdezernent Stefan Majer.

Der Auftrag wurde immer größer

Vor fünf Jahren hatte die VGF die Beschaffung von zunächst 38 Niederflurwagen ausgeschrieben. Das Unternehmen hatte den Auftrag im Lauf der Jahre aber schrittweise erweitert, um möglichen Angebotserweiterungen gerecht zu werden.

Alstom wird bis 2025 insgesamt 58 Wagen liefern. 24 davon kommen in einer 31,5 Meter langen Standardvariante mit 191 Steh- und Sitzplätzen. 34 weitere sind als 40 Meter lange Züge mit 248 Steh- und Sitzplätzen geplant. Die Fahrzeuge bestehen in der Kurzversion aus drei, in der Langversion aus vier Teilen. (wa)