Noch sind sie eine Nische, aber bis 2025 sollen rund 3000 E-Busse den ÖPNV aufmischen.

Noch sind sie eine Nische, aber bis 2025 sollen rund 3000 E-Busse den ÖPNV aufmischen.

Bild: © Oleksandr/AdobeStock

Nahverkehrsunternehmen in Deutschland benötigen nach einem Gutachten bis zum Jahr 2030 etwa 48 Mrd. Euro zusätzlich, um die EU-Klimaziele zu erreichen. Dieses Geld sei nötig, "um deutlich mehr ÖPNV-Angebot, unter anderem mehr Personal, Fahrzeuge und neue Konzepte, bundesweit zu finanzieren", sagte Lars Wagner, Sprecher vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).

Die Zahlen gehen aus einem Gutachten hervor, das Anfang kommender Woche veröffentlicht werden soll. Um die von der Bundesregierung vorgegebene Senkung des CO2-Ausstoßes zu schaffen, müsse dem Papier zufolge das Angebot an Bus- und Bahnverkehren in den Städten und auf dem Land um ein Viertel ausgebaut werden, heißt es.

Kostensteigerung um 89 Prozent

Dadurch stiegen die Kosten bis zum Ende des Jahrzehnts um 89 Prozent gegenüber 2018. Die zusätzlich erwarteten Fahrgeldeinnahmen könnten das benötigte Geld nur etwa zur Hälfte kompensieren.

Daher könnten den Gutachtern zufolge Bundes- und Landesmittel erhöht werden. Außerdem könnte im kommunalen Bereich zusätzliches Geld mithilfe von Parkraumbewirtschaftung oder einer City-Maut eingenommen werden.

Ländlicher Raum

"Um das EU-Klimaschutzziel von minus 53 Prozent CO2 für Deutschland zu erreichen und die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Städten und auf dem Land zu gewährleisten, muss das Gesamtsystem des ÖPNV massiv und schnell überall ausgebaut werden", sagte Wagner.

Dabei müsse der ländliche Raum besonders in den Blick genommen werden: "Wenn es dort insgesamt mehr Angebot gibt, würden die Menschen auch dort eher mal das Auto stehen lassen." (dpa/jk)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper