Junge Firmen nutzen das Mikrodepot, um emissionsfrei Lebensmittel auszuliefern.

Junge Firmen nutzen das Mikrodepot, um emissionsfrei Lebensmittel auszuliefern.

Bild: © Hochbahn

Ende Mai soll das zweite Mikrodepot der Hamburger Hochbahn am Zentral-Omnibus-Bahnhof (ZOB) in Betrieb genommen werden. Es fokussiert sich dabei auf die Partnerschaft mit Start-ups aus dem nachhaltigen Logistikbereich.

Mikrodepots werden als zentrale Umschlagspunkte genutzt. Sendungen kommen dort per Lieferwagen an. Die Feinverteilung zum Kunden erfolgt mit Lastenrädern.

Erfahrungen mit urbaner Logistik sammeln

Die Hochbahn betreibt die Depots und nutzt das Projekt, um Erfahrungen im Bereich der urbanen Logistik zu sammeln. Die Mikrodepots gehören zum Teilprojekt „Warenlogistik Mikrodepot“ des Reallabors Hamburg (RealLabHH).

Das erste Mikrodepot in der Altstadt ging zu Jahresbeginn in Betrieb. Es wird gemeinsam von Rewe, Hermes, UPS und der Deutschen Post genutzt. Nach Angaben der Hochbahn ist es Deutschlands größtes und volumenstärkstes anbieterübergreifendes stationäres Mikrodepot.

Junge Unternehmen können wachsen

Das zweite Depot hat stärker experimentellen Charakter. Mit Tricargo und Frischepost seien zwei junge Unternehmen dabei, die das Mikrodepot zum Umschlag ihrer Waren nutzen werden, um sie dann per Transportrad auszuliefern. Durch die Nutzung des Mikrodepots können die Unternehmen ihr Liefergebiet ausdehnen und weitere Kunden gewinnen, die emissionsfrei mit Lebensmitteln beliefert werden.

Darüber hinaus wird ein Teil der Fläche – dem Prinzip eines Pop-up-Stores folgend – variabel an kleinere Unternehmen vergeben, die ebenfalls im Bereich der nachhaltigen urbanen Logistik aktiv sind. Dafür wurde der Verein „Cu&ee“ gegründet. Er will einen Beitrag leisten, um noch mehr Unternehmen zum Einstieg in nachhaltige Konzepte für die städtische Ver- und Entsorgung zu bewegen. (wa)

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