Ein Pilotprojekt der Stuttgarter S-Bahn, des E-Scooter-Verleihers Voi und der DB-Tochter Mobimeo sollte klären, ob es Synergien von Nahverkehr und Elektromobilität gibt. Dazu richteten die Partner ein kombiniertes Buchungssystem sowie mehrere E-Scooterparkstationen am Pendlerbahnhof Bad Cannstatt ein. Resultat war eine Steigerung der Ticketverkäufe bei der S-Bahn um 35 Prozent und ein Anstieg der E-Scooter Nutzung um 250 Prozent in Bad Cannstatt.
Damit scheint sich zu bestätigen, was bislang nur eine Vermutung war: Nutzer legen längere Strecken mit Bus oder Bahn zurück und die letzte Meile mit dem elektrischen Roller. Auf diese Weise stützen sich die beiden Verkehrsangebote gegenseitig und schaffen zusammen eine Alternative zum privaten Auto.
App-Integration ist ein Erfolgsfaktor
Treiber des Erfolgs seien auch die App-Integration von Scootern und S-Bahn durch die DB-Tochter Mobimeo sowie die Aufstellung von Vois Parkstatione am Bahnhof Cannstatt gewesen, heißt es bei Voi.
Voi-Mitgründer Fredrik Hjelm erklärt: „Das Fazit von uns und unseren Partnern in Stuttgart ist eindeutig: Mikromobilität und Öffentlichem Nahverkehr weisen enorme Synergien auf - deshalb sollten sie in Zukunft noch sehr viel enger integriert werden, als sie es zum jetzigen Zeitpunkt bereits sind.“ (wa)



