Flexibilität beim Carsharing muss nicht nur in der Großstadt funktionieren.

Flexibilität beim Carsharing muss nicht nur in der Großstadt funktionieren.

Bild: © fotohansel/stock.adobe.com

Die Marktforscher von Juniper Research halten es für möglich, dass Anbieter von Mobility-as-a-Service (MaaS) bis 2027 einen Umsatz von 53 Milliarden US-Dollar erzielen werden. Das wäre eine Verzehnfachung im Vergleich zum jetzigen Niveau. MaaS ist die Bereitstellung multimodaler End-to-End-Reisedienste über Plattformen, über die Benutzer eine optimale Route und einen optimalen Preis bestimmen können.

Schlüssel für die Akzeptanz bei den Verbrauchern sei ein monatliches Abonnementmodell. Zentral sei dabei aber, dass MaaS-Plattformen flexible Preismodelle sicherstellen müssen, bis die Benutzer dem Angebot eines abonnementbasierten Transportdienstes vertrauen. Möglich sei etwa das Angebot von Fahrten im Voraus oder kurzfristige Abonnements.

Kontobasiertes Ticketing nutzen

Der Bericht empfiehlt Plattformanbietern, kontobasiertes Ticketing zu nutzen, um flexible Preismodelle bereitzustellen. Beim kontobasierten Ticketing können Fahrten auf Rechnung abgerechnet werden, wobei Smartphone-Apps, Abos und Wearables zum Nachweis der Reiseberechtigung verwendet werden.

Die Studie warnt jedoch davor, dass das kontobasierte Ticketing eine erhebliche Digitalisierung der Verkehrsnetze erfordert. Immerhin sei die in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum bereits weit verbreitet. Dementsprechend prognostiziert Juniper, dass bis 2027 über 85 Prozent des MaaS-Abonnentenumsatzes auf diese Regionen entfallen werden.

Kontenbasiertes Ticketing sei eine wesentliche Voraussetzung für MaaS, da es multimodale Interoperabilität ermöglicht und die genaue Aufteilung der Einnahmen zwischen Verkehrsunternehmen unterstützt. Das sei wichtig, um Mobilitätspartnerschaften voranzutreiben und die Zustimmung lokaler Behörden zu bekommen. (wa)

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