Die Stadtwerke Schweinfurt setzen bei ihrer Fahrzeugflotte künftig auch auf den Kraftstoff HVO100. Für das laufende Jahr liefere die Mineralölhandelsgesellschaft Erik Walther aus Schweinfurt den vollständig biobasierten Dieselkraftstoff, wie die Stadtwerke mitteilen. Eingesetzt werden soll HVO100 für sämtliche noch mit Diesel betriebenen Busse sowie für Servicefahrzeuge.
90 Prozent weniger Emissionen
HVO100 steht für "Hydrotreated Vegetable Oil" – ein paraffinischer Dieselkraftstoff, der laut den Stadtwerken aus Abfall- und Reststoffen hergestellt wird. Mit Erik Walther setzen die Stadtwerke auf einen lokalen Lieferanten. Das Familienunternehmen biete Biodiesel für Privat- und Geschäftskunden an.
Die Kooperation soll nun dazu beitragen, die Emissionen der städtischen Mobilität weiter zu senken. Im Betrieb könne HVO100 im Vergleich zu fossilem Diesel bis zu 90 Prozent CO2-Emissionen weniger verursachen.
Flotte mehrheitlich elektrisch
Parallel zur Umstellung beim Dieselanteil treibt das kommunale Unternehmen die Elektrifizierung weiter voran. Seit Ende 2025 seien in Schweinfurt 23 Elektrobusse unterwegs; damit sei mehr als die Hälfte der Stadtbusflotte vollelektrisch, heißt es weiter. Die Elektrobusse würden ausschließlich mit erneuerbarem Strom betrieben.
Mit HVO100 und der Elektrifizierung könne der öffentliche Nahverkehr sowie die Servicefahrzeugflotte nahezu emissionsfrei betrieben werden, so die Stadtwerke. Oberbürgermeister Ralf Hofmann bezeichnet Biodiesel als sinnvolle und nachhaltige Ergänzung dort, wo Elektroantriebe heute noch nicht überall möglich sind.