Die Verknüpfung von städtischem und ländlichem Verkehr zu verbessern, hat in Karlsruhe Tradition.

Die Verknüpfung von städtischem und ländlichem Verkehr zu verbessern, hat in Karlsruhe Tradition.

Bild: © AVG

Das von der Bunderegierung gegründete Deutsche Zentrum Mobilität (DZM) hat seinen zentralen Knotenpunkt in München sowie mehrere Standortcluster. Einer der Standorte des DZM ist Karlsruhe. Dort geht das erste Forschungsprojekt „Country to City Bridge – C2CBridge“ in die Antragsphase.

Es soll untersuchen, wie ein öffentliches Verkehrsangebot die Kluft zwischen Land und Stadt überbrücken kann. Getragen wird es von mehreren Karlsruher Einrichtungen unter Federführung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

Sehr unterschiedliche Anforderungen

Ein optimales Verkehrssystem für den ländlichen Raum sieht anders aus als eines für die Stadt, erläutert der Koordinator des Projekts, Frank Gauterin vom KIT. In dichten, urbanen Räumen müssten Verkehrssysteme eine hohe Kapazität bei wenig Platzbedarf bieten. Im ländlichen Raum geht es vor allem darum, die Fläche zu erschließen. Der klassische öffentliche Verkehr mit seiner starken Bündelung der Ströme könne die Fläche nicht wirtschaftlich bedienen, das Auto aber brauche in der Stadt zu viel Platz.

In Karlsruhe sollen autonome Fahrzeuge mit besonderen Eigenschaften untersucht werden. In der Fläche operieren sie zwar individuell und verteilt. Beim Übergang in die Stadt können sie dann aber zu effizienten Verbünden gekoppelt werden.

Kein Bruch zwischen Individual- und Nahverkehr

Zum Einsatz kommen sollten dabei Fahrzeuge, die elektrisch, autonom und vernetzt sind. Ein solches System eines individualisierten öffentlichen Verkehrs gibt der Verkehrsplanung mehr Freiheit. Außerdem vermeidet es den harten Bruch zwischen motorisiertem Individualverkehr und klassischem öffentlichen Verkehr.

Das Fahrzeugkonzept aus C2CBridge soll weder den Nahverkehr ersetzen noch ist es darauf beschränkt, die letzte Meile zu überbrücken. Vielmehr soll erforscht werden, wie die optimale Kombination der Verkehrssysteme aussieht und wie die Übergänge gestaltet werden müssten.

Am Projekt C2CBridge sind folgende Partner beteiligt: Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit 15 Instituten, FZI Forschungszentrum Informatik, Fraunhofer-Gesellschaft mit den Instituten ICT, IOSB und ISI, Hochschule Karlsruhe mit zwei Instituten, Hochschule Pforzheim, Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG), PTV Group und Stadt Karlsruhe. (wa)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper