Die Konstanzer Busse sind als "Roter Arnold" bekannt - nun sollen sie elektrisch werden.

Die Konstanzer Busse sind als "Roter Arnold" bekannt - nun sollen sie elektrisch werden.

Bild: © Stadtwerke Konstanz

Die Stadtwerke Konstanz wollen ihre Mobilitätsdienstleistungen bündeln. Sie gründen dafür zum 1. Januar 2023 eine neue Tochtergesellschaft. In der „Konstanz mobil GmbH“ werden der Betrieb des Stadtbusses, des Fahrradmietsystems „konrad“ sowie das neu hinzukommende Geschäftsfeld „Parken“ integriert.

„Es ist sinnvoll, dass diese Leistungen aus einer Hand kommen, um Doppelstrukturen zu vermeiden und Synergien zu erzeugen“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Reuter. „Und es ergibt ebenfalls Sinn, dass dies durch ein erfahrenes kommunales Unternehmen mit entsprechender Kompetenz geschieht.“

Geplante Direktvergabe war der Anlass

Notwendig geworden war dieser Schritt aus rechtlichen Gründen. Denn die Stadt will die Stadtbusleistungen ab August 2027 im Inhouse-Verfahren vergeben. Dazu muss sie ein Unternehmen gründen, das wirtschaftlich selbstständig ist und auf das die Stadt Konstanz einen direkten Einfluss ausüben kann.

Bereits seit vielen Jahrzehnten betreiben die Stadtwerke Konstanz den Konstanzer Stadtbus „Roter Arnold“. 2018 kam das Fahrradmietsystem „konrad“ hinzu, das durch Lastenräder ergänzt und ausgebaut wurde.

Stadtwerke wollen auch Parkhäuser bauen

Neu für die Stadtwerke ist das Thema Parken. Geplant ist, dass Parkhäuser aus städtischer Hand den Stadtwerken übertragen werden. Außerdem wollen die Stadtwerke auch neue Parkhäuser bauen, so etwa am Brückenkopf Nord. Mit den Einnahmen könnte der defizitäre ÖPNV mitfinanziert werden. „Parken wird in die Mobilitätsangebote der Stadtwerke integriert, wodurch sich einerseits Steuervorteile für die Stadt ergeben, vor allem aber letztlich die Menschen in Konstanz profitieren sollen, weil Dinge einfacher und unkomplizierter werden“, sagt Norbert Reuter.

Die Mitarbeitenden sollen vollständigen Bestandsschutz genießen. Das gilt etwa hinsichtlich der Tarifbindung, Vergütung, Betriebszugehörigkeit, Mitbestimmung und Zusatzversorgung. „Es werden keine Arbeitsplätze verloren gehen, sondern vielmehr Arbeitsplätze gesichert und perspektivisch erweitert werden“, versichert Norbert Reuter. Für die Gründung der neuen GmbH ist noch die Zustimmung des Regierungspräsidiums Freiburg notwendig. (wa)

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