Mit 2,5 Mrd. Euro wird sich die Bundesregierung an einem ÖPNV-Rettungsschirm beteiligen. Der Präsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VD) Ingo Wortmann begrüßt den Beschluss und erläutert: "Wir sind auch während der Hochphase der Ausgangsbeschränkungen trotz deutlich geringerer Nachfrage im Schnitt 80 Prozent des regulären Angebots gefahren. Dies war politisch gewünscht und auch notwendig, um die Menschen in systemrelevanten Berufen mit ausreichendem Abstand in den Fahrzeugen zur Arbeit zu bringen."
Inzwischen fahren Busse und Bahnen überall wieder nahezu im Regelbetrieb. Ein solches Angebot ohne die entsprechenden Ticketeinnahmen über Monate aufrecht zu erhalten, sei wirtschaftlich nicht zu stemmen, so Wortmann.
Rund fünf Mrd. Euro Einbußen
Der Verband rechnet im ÖPNV mit rund fünf Mrd. Euro Einnahmenverlust. "Daher ist der von den Ländern in den Sitzungen von Verkehrsminister- und Finanzministerkonferenz einstimmig beschlossene und nun vom Bund zur Hälfte finanzierte ÖPNV-Rettungsschirm zwingend notwendig. Wir gehen davon aus, dass die Länder nun sehr zeitnah eine analoge Finanzierung der anderen Hälfte aus eigenen Haushaltsmitteln in die Wege leiten", betont der Präsident. Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert, dass die Länder finanziell nachziehen. (gun)



