Den Tankschlauch zum Betanken mit Biomethan steckt Susann Klier auf dem neuen Betriebshof der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) in den Tankschacht eines Linienbus.

Den Tankschlauch zum Betanken mit Biomethan steckt Susann Klier auf dem neuen Betriebshof der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) in den Tankschacht eines Linienbus.

Bild: © Jens Büttner/dpa

Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) hat am Mittwoch nach sechsmonatigen Umbauarbeiten einen für alternative Antriebssysteme angepassten Busbetriebshof offiziell eröffnet.

Der Betriebshof Rostock-Schmarl sei nun fit für die neuen Antriebstechnologien Elektroenergie und Biomethan, teilte die RSAG mit. Das Verkehrsunternehmen will in den nächsten Jahren alle Busverkehre schrittweise auf E-Busse und andere klimafreundliche Antriebsarten umstellen.

Die ersten 15 neuen Busse mit alternativen Antrieben seien bereits geliefert und in Betrieb genommen worden, darunter zehn Biomethan-Niederflur-Busse. Betankt werden diese Fahrzeuge ausschließlich mit Biomethan durch die Gastankstelle auf dem Busbetriebshof in Rostock-Schmarl.

Bei dem Biomethan handelt es sich um ein zertifiziertes Gas aus landwirtschaftlichen Abfällen. Mit diesem Antriebsmittel kämen die Biomethan-Busse auf eine ähnliche CO2-Bilanz wie Elektro-Busse, die mit grünem Strom geladen werden.

50 Busse können zeitgleich Methan tanken

Die gesamte Anlage ist so ausgelegt, dass in den nächsten Jahren bis zu 50 Busse mit Biomethangas betankt werden können. Für die Elektrobusse sind die ersten acht Ladepunkte einsatzbereit. In den nächsten Jahren werde die Anlage in mehreren Bauabschnitten erweitert, so dass mit der kompletten Umstellung der Busflotte im Jahr 2034 insgesamt 38 Ladepunkte verfügbar seien.

Die Stadtwerke seien wie die RSAG von diesem Kraftstoff überzeugt und haben in den vergangenen Jahren bereits verschiedene Tankstellen mit Compressed Natural Gas (CNG) aus Biomethan in Betrieb genommen, erkärte das Unternehmen.

Die Kosten für den Umbau des Busbetriebshofs bezifferte die RSAG auf rund 5,7 Millionen Euro. Das Bundesverkehrsministerium und die Stadt Rostock unterstützen das Vorhaben mit rund einer Million Euro. (dpa/pfa)

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