Um die Digitalisierung im Verkehrssektor zu beschleunigen, hat Nordrhein-Westfalen eine eigene IT-Tochter für Mobilitätsdaten an den Start gebracht. Der Koalitionsvertrag hatte diese Gründung festgeschrieben. Das neue Unternehmen heißt „NRW.Mobidrom“.
Ab 2024 sollen Bürger davon profitieren. In erster Linie geht es um komfortable Reiseketten: vom Park&Ride-Parkplatz in die S-Bahn umsteigen und dann mit dem Leihroller bis zum Ziel in einer anderen Stadt. Reisende und Pendler sollen unterstützt werden, auch beim Wechsel zwischen Verkehrsträgern.
Verkehrsunternehmen können die Daten in ihre Apps übernehmen
„Mit der neuen Gesellschaft wollen wir zusätzliche Ressourcen für die Umsetzung der Mobilitätswende aktivieren und unsere Zusammenarbeit mit Kommunen, Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen weiter vertiefen", erklärt Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer.
Um bestehende Angebote und Datenquellen besser zu vernetzen, wird eine eigene Datenplattform aufgesetzt. Dadurch können auch Drittanbieter, etwa Verkehrsunternehmen oder Kommunen, diese Daten in ihre eigenen Apps für Endkunden einfließen lassen.
Neben Echtzeitdaten stehen auch statische Daten im Fokus der Gesellschaft. Beispiele sind einerseits Live-Informationen des ÖPNV, von Sharing-Fahrzeugen oder Straßen und Autobahnen. Auch Fahrpläne, Sperrungen oder Baustellen seien bei der Planung von Reisen, bei Großveranstaltungen oder auch Bauvorhaben wichtig. (wa)



