Freuen sich auf eine neue Straßenbahn-Flotte (von links): Volker Kurz, Referatsleiter Efre-Mittel im Thüringer Wirtschaftsministerium; Staatssekretär Klaus Sühl; Myriam Berg, Vorstand der EVAG; Oberbürgermeister Andreas Bausewein und Peter Zaiß, Geschäftsführer SWE Stadtwerke Erfurt Gruppe

Freuen sich auf eine neue Straßenbahn-Flotte (von links): Volker Kurz, Referatsleiter Efre-Mittel im Thüringer Wirtschaftsministerium; Staatssekretär Klaus Sühl; Myriam Berg, Vorstand der EVAG; Oberbürgermeister Andreas Bausewein und Peter Zaiß, Geschäftsführer SWE Stadtwerke Erfurt Gruppe

© EVAG

Die Erfurter Verkehrsbetriebe (EVAG) bauen den ÖPNV aus. Voraussichtlich Ende 2020 sollen die ersten von insgesamt 14 Straßenbahnen durch die Thüringer Landeshauptstadt rollen. Ohne die finanzkräftige Unterstützung des Freistaats Thüringen und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung wären die Bahnen auf der Strecke geblieben, statt Strecke zu machen.

Klaus Sühl, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, überreichte den Förderbescheid in Höhe von über 26 Mio. Euro an Myriam Berg, Vorstand der EVAG. Damit sind knapp 47 Prozent der Gesamtkosten für die neuen Bahnen abgedeckt. Die Vorständin hat hart für die Förderung gekämpft. Sie beteiligte sich beispielsweise an der Organisation der Länderkonferenz, die der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) dieses Jahr im Erfurter Steigerwaldstadion ausrichtete. Ein wichtiges Thema der Veranstaltung war die Sicherung langfristiger Finanzierungsgrundlagen für den ÖPNV. „Unser Engagement hat sich gelohnt“, freut sich Berg.

Zehn Prozent mehr Fahrgäste

Der Grund, warum das ÖPNV-Angebot in Erfurt verdichtet werden soll, ist die wachsende Zahl der Fahrgäste. In den vergangenen sieben Jahren stieg der Anteil der Fahrgäste von 49 Mio. im Jahr 2011 auf über 52 Mio im Jahr 2017. Bis zum Jahr 2025 wird ein Wachstum von weiteren zehn Prozent erwartet. Doch schon jetzt sind die Bahnen zu den Stoßzeiten, wenn zahlreiche Pendler und Touristen unterwegs sind, überfüllt. "Das können wir unseren Fahrgästen auf Dauer nicht zumuten“, sagt Berg. Die 14 neuen Bahnen sollen zehn Meter länger sein als die jetzige Flotte. Die täglich 150 000 Fahrgäste profitieren von mehr Sitzplätze und breiteren Gängen. (ls)

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