Die Niederlande sind sehr weit bei der Elektrifizierung des Nahverkehrs.

Die Niederlande sind sehr weit bei der Elektrifizierung des Nahverkehrs.

Bild: © alpegor/Adobe Stock

Die Niederlande sind Vorreiter beim Einsatz emissionsfreier Busse im europäischen Linienverkehr. Diesen Vorsprung haben unsere Nachbarn im Jahr 2025 weiter ausgebaut. Nach Sektorberichten und landesweiten Monitoringdaten ist das Land auf dem Weg zum vollständig emissionsfreien öffentlichen Busverkehr schon weit gekommen.

Die politischen Weichen der vergangenen Jahre zeigen mittlerweile deutlich ihre Wirkung: Nahezu alle 2025 neu zugelassenen Linienbusse sind emissionsfrei, überwiegend batterieelektrisch. Die Basis dafür wurde bereits 2016 gelegt. Damals wurden verbindliche Ausschreibungsregeln beschlossen. Diese verlangen, dass neue Konzessionen nur noch mit emissionsfreien Fahrzeugen betrieben werden dürfen.

Schon 2016 wurden Pflöcke eingeschlagen

Hinzu kam eine Einigung, ebenfalls 2016, mit den Verkehrsunternehmen. Seit 2025 müssen alle neuen Busse emissionsfrei sein. Bis 2030 soll der gesamte niederländische Bestand umgestellt sein. Und die jüngsten Zulassungszahlen lassen vermuten, dass das Land dieses Ziel fristgerecht erreichen wird. Alle großen Verkehrsverbünde und Aufgabenträger haben inzwischen emissionsfreie Busse in ihren Fuhrparks verankert. Ob in den Metropolräumen Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht oder in stärker ländlich geprägten Regionen: Emissionsfreie Busse sind keine Pilotprojekte mehr, sondern fester Bestandteil des regulären Betriebs.

Der "Monitor zero-emissiebussen Nederland" der gemeinnützigen Wissensplattform crow.nl weist für 2025 mehr als 4400 im regulären Betrieb befindliche emissionsfreie Busse aus. Zählt man geplante Fahrzeugzugänge und bevorstehende Konzessionswechsel hinzu, steigt die Zahl auf über 5100 Fahrzeuge.

In der Regel sind das Batteriebusse. Auch wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenbusse sind präsent, jedoch in deutlich geringerer Zahl. Etwa jeder zehnte Bus fährt mit Wasserstoff. Die Fahrzeuge kommen vor allem dort zum Einsatz, wo größere Distanzen oder spezifische infrastrukturelle Bedingungen dies sinnvoll erscheinen lassen. Ähnlich wie in Deutschland gibt es außerdem noch einige Oberleitungsbusse.

Auch bei der Ladeinfrastruktur gibt es unterschiedliche Lösungen. Pantografen – sowohl von oben herabfahrend als auch von unten anhebend – und Depotladestationen dominieren den Markt. Sie machen gemeinsam über 70 Prozent der Ladepunkte aus. Gelegenheitsschnellladen an Streckenpunkten sowie Wasserstofftankstellen decken die übrigen Anwendungsfälle ab.

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper