ÖPNV

Potsdam entscheidet sich für Batteriebusse

2031 will der Verkehrsbetrieb ViP die Flotte umgerüstet haben. Ein Technologievergleich half bei der Entscheidung.
28.11.2022

Ab Ende 2023 sollen die ersten Elektrobusse in Potsdam fahren und die Dieselbusse ersetzen. Bernd Rubelt, Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, und ViP-Geschäftsführer Uwe Loeschmann bei der Vorstellung.

Batteriebusse, Brennstoffzellenbusse oder Hybrid-Oberleitungsbusse? Wie soll die Elektrifizierungsstrategie bis zum Jahr 2035 in Potsdam aussehen? Dazu haben die Stadt und die ViP Verkehrsbetrieb Potsdam das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie vorgestellt. Darin sind die alternativen Antriebstechnologien näher untersucht worden.

Im Ergebnis empfiehlt die Studie den Einsatz von Bussen mit batterieelektrischem Antrieb. Diese Technik sei gleichzeitig serienreif und auch die kostengünstigste Variante. Der Preis pro gefahrenem Kilometer bei einem Batteriebus beträgt 1,62 Euro. Bei einem Dieselbus seien es 1,50 Euro, beim Brennstoffzellenbus 2,01 Euro sowie beim Hybrid-Oberleitungsbus 3,58 Euro.

E-Fuels wurden nicht weiterverfolgt

Auch der Einsatz von Bussen mit synthetischen Kraftstoffen und Gas-to-Liquid sei mitgedacht worden. Allerdings wurden diese Möglichkeiten aufgrund der Anforderungen aus der Clean Vehicle Directive (CVD) nicht weiterverfolgt. Der Einsatz von mehreren alternativen Antriebstechnologien sei bei einem Unternehmen von der Größe der ViP nicht betriebswirtschaftlich sinnvoll.

Im Bestand der ViP befinden sich aktuell 60 Busse. Diese sollen den Plänen nach bis 2031 komplett durch Elektrobusse ersetzt werden. Zwischen 2023 und 2025 kommen 23 Elektrobusse. Bis 2030 sollen es 33 weitere sein. Die verbleibenden vier Fahrzeuge werden dann 2031 ersetzt. (wa)