Vorstellung des neuen E-Shuttles "Emil" und des neuen On-Demand-Angebots in Taunusstein: (von links) Klaus-Peter Willsch, Erster Kreisbeigeordneter Rheingau-Taunus-Kreis;
Thomas Brunke, Geschäftsführer Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft; Günter F. Döring, Verkehrsdezernent Rheingau-Taunus-Kreis und Mitglied RMV-Aufsichtsrat; Michael Barillère-Scholz, Geschäftsführer ioki und Knut Ringat, Geschäftsführer Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH sowie Sandro Zehner, Bürgermeister Taunusstein.

Vorstellung des neuen E-Shuttles "Emil" und des neuen On-Demand-Angebots in Taunusstein: (von links) Klaus-Peter Willsch, Erster Kreisbeigeordneter Rheingau-Taunus-Kreis; Thomas Brunke, Geschäftsführer Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft; Günter F. Döring, Verkehrsdezernent Rheingau-Taunus-Kreis und Mitglied RMV-Aufsichtsrat; Michael Barillère-Scholz, Geschäftsführer ioki und Knut Ringat, Geschäftsführer Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH sowie Sandro Zehner, Bürgermeister Taunusstein.

Bild: © RMV

Seit Beginn der Woche ist im hessischen Taunussstein das elektrisch betriebene On-Demand-Shuttle „Emil“ (kurz für: elektrisch mobil) im Einsatz. Zusätzlich hat der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) nach eigenen Angaben mit dem Start einer neuen App das nach eigenen Angaben größte On-Demand-Angebot in Deutschland gestartet. Das Projekt „On-Demand FrankfurtRheinMain“ ist laut RMV  deutschlandweit das erste On-Demand-Projekt überhaupt, das sich über mehrere Städte und Landkreise und zehn Partner erstreckt. Rund 1,8 Millionen Menschen wohnen im Einzugsbereich der Shuttle.

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund koordiniert das Projekt. Als lokale Partner sind die Lokalen Nahverkehrsorganisationen und Verkehrsunternehmen der Kommunen Frankfurt a.M. (traffiQ), Kreis Offenbach (KVG Offenbach), Hofheim (MTV), Kelsterbach (LNVG GG), Limburg an der Lahn (Stadt Limburg), Landkreis Darmstadt-Dieburg (DADINA), Taunusstein (RTV), Hanau (HSB), Darmstadt (HEAG mobilo) und Wiesbaden (ESWE Verkehr) dabei.

Scheuer: "On Demand-Shuttles machen ÖPNV noch effizienter"

„On-Demand-Shuttles sind die perfekte Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr. Sie machen ihn noch effizienter und praktischer – in der Stadt und auf dem Land“, betonte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer bei einem Pressetermin. Möglich wird das Projekt durch Förderungen des Landes Hessen und des Bundesverkehrsministeriums (BMVI). Das BMVI fördert das Projekt mit 27 Millionen Euro. Entsprechend des Förderzeitraums ist das Projekt bis Ende 2024 angelegt. Eine Fortsetzung des  Vorhabens über diesen Zeitraum hinaus ist aber bei entsprechender Nachfrage und Finanzierung angestrebt.

„Nirgendwo in Deutschland gibt es ein größeres On-Demand-Netz als im RMV-Gebiet: Egal, ob der Fahrgast in Darmstadt, Limburg oder Hanau in ein On-Demand-Shuttle steigt – es gilt dasselbe Tarifsystem und alle voraussichtlich 150 On-Demand-Shuttles werden perspektivisch über die RMV-App als einheitliche Plattform buchbar sein“, freute sich Knut Ringat, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds.

Das Ziel der Projektpartner: Öffentliche Mobilität noch flexibler und komfortabler gestalten. Die On-Demand-Shuttle folgen keinem festen Fahrplan, sondern können einfach gebucht werden, wenn man sie braucht. Wollen mehrere Fahrgäste in die gleiche Richtung, bündelt der intelligente Algorithmus ihre Fahrtwünsche wie bei einer Fahrgemeinschaft.

App ermittelt optimale Fahrroute

Die von der DB-Tochter ioki entwickelte App bündelt die Fahrgastwünsche und ermittelt anhand der Buchungen die optimale Route.  Nach und nach sollen weitere Verbundpartner und Gebiete in die App integriert werden. Zunächst sind drei Elektro-Kleinbusse unterwegs, von denen eines barrierefrei umgebaut ist. Zwei weitere Fahrzeuge kommen im Herbst hinzu.

Partner von „Emil“ sind die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft und die Stadt Taunusstein. Beide teilen sich die Kosten für den laufenden Betrieb. Betreiber ist GHT Mobility, die unter der Marke CleverShuttle deutschlandweit im Bereich elektrischen On-Demand-Verkehrs aktiv sind.

Das Buchungs- und Dispositionssystem stellt die DB-Tochter ioki bereit. Mit ioki hat die Deutsche Bahn in den vergangenen drei Jahren bereits rund 65 On-Demand-Verkehre im In- und Ausland realisiert, davon fahren etwa 40 Prozent klimafreundlich mit einem Elektro- oder Wasserstoffantrieb. (hoe)
 

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