Die Nahverkehrsunternehmen bereiten sich auf hohe Nachfrage vor.

Die Nahverkehrsunternehmen bereiten sich auf hohe Nachfrage vor.

Bild: © Souki/Adobe Stock

 Die Nachfrage nach dem 9-Euro-Ticket ist hoch. Seit den ersten regionalen Verkaufsstarts sind bundesweit rund 7 Millionen Tickets verkauft worden. Angeboten werden die Tickets über Apps, Ticketshops, Automaten und Kundencenter der Verkehrsunternehmen und Verbünde. Inzwischen ist zudem die ergänzende 9-Euro-Ticket-App in den App-Stores gelistet.

In einem Pressegespräch formulierten Bundesverkehrsminister Volker Wissing, die Bremer Verkehrssenatorin und Vorsitzende der Verkehrsminister*innen-Konferenz (VMK) Maike Schaefer und Vertreter des Branchenverbands VDV ihre Erwartungen für den dreimonatigen Aktionszeitraum des 9-Euro-Tickets.

Mammutprojekt in kurzer Zeit umgesetzt

„Ich freue mich sehr, dass Bund, Länder und Branche es gemeinsam geschafft haben, dieses Mammutprojekt in so kurzer Zeit umzusetzen“, erklärte Wissing. „In einer wirklichen Krise haben wir etwas auf den Weg gebracht, das den Menschen konkret hilft, Energie einspart, und zugleich einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Außerdem versprechen wir uns von dem 9-Euro-Ticket zusätzliche Fahrgäste, die dauerhaft umsteigen und den ÖPNV stärken.“ Wissing kündigte an, die drei Monate genau auszuwerten, „um den ÖPNV langfristig noch besser an die Bedürfnisse der Menschen anzupassen und damit attraktiver zu machen.“

„Das 9-Euro-Ticket ist an hohe Erwartungen geknüpft“, sagte VMK-Vorsitzende Schaefer. Es biete dem ÖPNV „eine tolle Chance, sich als attraktives Verkehrsmittel zu präsentieren.“

Alles, was fahren kann, auf die Straße bringen

VDV-Präsident Ingo Wortmann sieht die Branche so gut wie möglich auf den Start vorbereitet: „Wir arbeiten seit Wochen an der rechtzeitigen Umstellung unserer Vertriebssysteme und an einer umfassenden Kundenformation. Die sehr hohe Nachfrage nach dem Ticket wundert uns daher nicht. Denn wir informieren und verkaufen auf allen Kanälen.“

Wortmann kündigte an, „alles auf Straßen und Schienen zu bringen was fahren kann, um die Fahrgäste bestmöglich zu befördern“. Denn die Verkehrsunternehmen wollten möglichst viele von der Leistungsfähigkeit des ÖPNV überzeugen.

Auf touristischen Strecken kann es etwas enger werden

Insgesamt sei klar, dass es in den kommenden Monaten hier und da zu vollen Zügen, Bussen oder Bahnen kommen kann. Vor allem auf den Verbindungen zu touristischen Zielen sei mit deutlich mehr Fahrgästen zu rechnen. „Wir können nur dafür sensibilisieren, bei Fahrten zu beliebten Ausflugszielen möglichst flexibel zu planen", so der VDV-Präsident. Sein Tipp: Eher mit weniger Gepäck und lieber ohne Fahrrad zu reisen. (wa)

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