Die Schnellladestation für Züge hat die Größe einer Fertiggarage.

Die Schnellladestation für Züge hat die Größe einer Fertiggarage.

Bild: © Furrer+Frey/Stadtwerke Tübingen

Vor einem Jahr hatten die Stadtwerke Tübingen (swt) und das Schweizer Unternehmen Furrer+Frey die weltweit erste Batteriezug-Schnellladestation Voltap in den Testbetrieb genommen. Jetzt kam die erste Bestellung herein: Die Niederbarnimer Eisenbahn-AG hat sich für das System aus Tübingen und Bern entschieden.

Der Zuschlag für Voltap folgte nach einer europaweiten Ausschreibung. Damit wird das Bahnunternehmen seine 31 für den Einsatz im Netz Ostbrandenburg vorgesehenen Batteriezüge flexibel aufladen können. An vier Standorten sind die Schnellladestationen geplant: Beeskow, Templin, Werneuchen und Wriezen.

„Mit den vier Schnellladestationen liefert Voltap in Brandenburg einen Teil der infrastrukturellen Voraussetzungen, dass dort schon bald Batteriezüge eingesetzt werden können“, sagt Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen. Das bringe Tempo in die Mobilitätswende. Nun müsse man auf wenig elektrifizierten Strecken nicht jahrelang auf die Elektrifizierung warten. „Nachdem Voltap seine technische Praxistauglichkeit unter Beweis gestellt hat, freuen wir uns sehr über diesen ersten Auftrag aus Brandenburg“, sagt Wiebecke.

Mit Voltap „können wir fernab von elektrifizierten Strecken eine dezentrale Oberleitungsladeinfrastruktur für die batterieelektrischen Mireo-Triebzüge der NEB aufbauen“, zeigt sich Detlef Bröcker, Vorstand der Niederbarnimer Eisenbahn-AG, erfreut. Damit könne man ab 2024 neben der Vorkonditionierung der Züge die Betriebsstabilität zusätzlich absichern.

Geplant ist die Aufladung mit Wechselspannung von 25 Kilovolt bei 50 Hertz. Je nach Standort können bis zu fünf Batteriezüge gleichzeitig geladen werden. (wa)

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