Ziel von Vivenu ist es, eine unendlich skalierbare, einheitliche Plattform zu entwickeln, die die Verwaltung, Vermarktung und Analyse von Ticketverkäufen mit viel weniger Aufwand als bisherige Systeme ermöglichen soll.

Ziel von Vivenu ist es, eine unendlich skalierbare, einheitliche Plattform zu entwickeln, die die Verwaltung, Vermarktung und Analyse von Ticketverkäufen mit viel weniger Aufwand als bisherige Systeme ermöglichen soll.

Bild: © thanakorn/AdobeStock

Einfach und komfortabel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein, ohne sich Gedanken um das richtige Ticket zu machen: Das Pilotprojekt „swipe + ride“ des Münchner Verkehrsverbunds (MVV) kann nun auch im Regensburger Verkehrsverbund genutzt werden. Auch Fahrten zwischen den beiden Verbünden sind so möglich.

Am Fahrkartenautomaten zu stehen und nicht zu wissen, welches Ticket am besten ist, sei für Fahrgäste ab sofort passé. Denn der Fahrpreis wird automatisch nach der Fahrt im Hintergrund berechnet und abgebucht. „Genau so muss ein moderner und kundenfreundlicher ÖPNV funktionieren“, erklärt Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter. Der Freistaat fördert das Pilotprojekt, das zunächst ein Jahr laufen soll, mit mehr als 500.000 Euro.

Erster Schritt zu landesweitem Tarif

Mit dem Projekt testet der MVV seit Oktober 2020 einen elektronischen Tarif. Dabei wird der Fahrpreis auf Basis der Entfernung mittels Check-In/Check-Out-Verfahren ermittelt. Tarifkenntnisse sind dann weder am Wohnort noch am Zielort notwendig.

Nach Angaben von MVV-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch ist das Pilotprojekt ein erster Schritt hin zu einem landesweiten elektronischen Tarif. Es zeige, wie durch gute Zusammenarbeit Synergien zwischen Verbünden gehoben werden können. Für die Fahrgäste sei es eine deutliche Vereinfachung.

Das Angebot richtet sich insbesondere an Gelegenheitsfahrer, für die sich ein dauerhaftes Abo-Modell nicht lohnt. „Aktuell ist mit dem Deutschlandticket viel in Bewegung“, sagt Verkehrsminister Bernreiter. „Aber wir brauchen auch ein Angebot für diejenigen, die nicht so häufig mit Bus und Bahn fahren. Gerade dann kennen sich die Menschen oft nicht so gut mit der Tarifstruktur aus und wünschen sich einen einfachen Kaufprozess.“ (wa)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper