Busse der Dortmunder Stadtwerke (DSW21) mit der Digitalanzeige «Warnstreik #TVN2020» und behängt mit Fahnen der Gewerkschaft Verdi blockieren die Einfahrt zum Betriebshof.

Busse der Dortmunder Stadtwerke (DSW21) mit der Digitalanzeige «Warnstreik #TVN2020» und behängt mit Fahnen der Gewerkschaft Verdi blockieren die Einfahrt zum Betriebshof.

Bild: © Bernd Thissen/dpa

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes haben am Dienstag in NRW 30.000 Mitarbeiter ihre Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Verdi hatte die Tarifbeschäftigten zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Allein bei den Verkehrsverbünden beteiligten sich 13.000 Menschen. «Wir haben den Nahverkehr flächendeckend bestreikt. In den größeren Städten in NRW waren Straßenbahnen und Busse damit lahmgelegt», sagte eine Verdi-Sprecherin. Auch in Stadtverwaltungen und vielen städtischen Kitas und Kliniken landesweit traten Mitarbeiter in den Ausstand.

Bei den größeren Streikversammlungen in Dortmund, Köln und Essen gingen insgesamt 10.000 Mitarbeiter auf die Straße, um ihren Tarifforderungen Nachdruck zu verleihen. «Das sind aufgrund der Corona-Lage weniger als sonst, aber weitere haben in der Nähe ihrer Betriebe gestreikt», sagte die Sprecherin. «Es ist uns an diesem Tag gelungen, ein deutliches Zeichen zu setzen.»

Berlin: BSR-Recyclinghöfe bleiben geschlossen

Auch in Berlin haben sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi mehr als 4000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes an Warnstreiks beteiligt. Betroffen war auch die Berliner Stadtreinigung (BSR). Die BSR-Recyclinghöfe blieben laut Gewerkschaft den ganzen Tag über geschlossen. Die Straßenreinigung und die Müllabfuhr wurden zum Teil ebenfalls bestreikt.

Die Tarifverhandlungen werden am kommenden Donnerstag und Freitag fortgesetzt. Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen bei einer einjährigen Laufzeit 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber hatten zuletzt schrittweise Lohnerhöhungen von insgesamt 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von drei Jahren angeboten. (dpa/hoe)

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