Die Stadtwerke Münster sind stolz auf ihren On-Demand-Verkehr. „LOOPmünster“ habe sich im vergangenen Jahr zum Senkrechtstarter entwickelt. Die Kleinbusse fahren ohne feste Linienwege und Fahrpläne und ergänzen den Nahverkehr.
Der große Erfolg sorgt aber zeitweise auch dafür, dass alle Kleinbusse besetzt sind und keine weiteren Fahrten angeboten werden können. Hier möchten Stadt und Stadtwerke ansetzen und mehr Kapazitäten freimachen. Daher soll es künftig nicht mehr möglich sein, LOOPmünster für Strecken zu buchen, auf denen ohne Umstieg auch ein Linienbus genutzt werden kann. Die App verweist dann auf die entsprechende Linie.
Es ist sinnlos, neben dem Bus herzufahren
„Es ist im Sinne des Nahverkehrs, LOOPmünster da einzusetzen, wo weniger Alternativen bestehen. Im Kleinbus neben dem Linienbus herzufahren, das wird in Zukunft nicht mehr gehen. Dadurch gibt es mehr Kapazitäten für alle, die nicht so einfach auf den großen Bus ausweichen können“, sagt Frank Gäfgen, Geschäftsführer Mobilität bei den Stadtwerken.
Die Berechnung, wann die App den Linienverkehr empfiehlt, erfolgt dynamisch anhand der eingegebenen Fahrtdaten. Es gebe also keine festen Sperrungen einzelner Streckenabschnitte, heißt es in Münster.
Andere Städte könnten nachziehen
Die entsprechende Funktion hat die Firma door2door, die das gesamte Hintergrundsystem für LOOPmünster entwickelt hat, komplett neu programmiert. Neben Münster könnte es bald auch in anderen Städten zur Anwendung kommen. Wie die Fahrgäste die Änderung bewerten und ob sie die Vorteile dadurch bemerken, wird unter anderem in der Begleitforschung durch die Fachhochschule Münster festgestellt.
Ziel von LOOPmünster ist, auch weniger gut erschlossene Gebiete an den Nahverkehr anzubinden. Die Fahrzeuge dienen auch als Zubringer zu Bus und Bahn und verbinden Stadtteile, die mit den Linienbussen nur per Umstieg in der Innenstadt zu erreichen sind. (wa)



