Sie ist das Wahrzeichen von Wuppertal: die 1901 erbaute Schwebebahn. Ab August fährt sie wieder.

Sie ist das Wahrzeichen von Wuppertal: die 1901 erbaute Schwebebahn. Ab August fährt sie wieder.

Bild: © Wuppertaler Stadtwerke

Seit Ende November steht die Wuppertaler Schwebebahn still. Nach dem Absturz einer Stromabnehmerschiene wurde der Betrieb sofort eingestellt. Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) machten sich als Betreiber der Bahn sofort an die Reparaturen und gingen auf Ursachensuche. Nun ist das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft abgeschlossen und die Arbeiten soweit vorangeschritten, dass die ersten Bahnen für den Probebetrieb an die Schienen gelassen werden.

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hat den Schwebebahn-Fall zu den Akten gelegt. Die eingesetzten Sachverständigen haben weder eine überhöhte Geschwindigkeit der Bahn noch Defizite in der Wartung der Strecke oder der Wagen als Unfallursache feststellen können – noch wurde ein Sabotageakt ermittelt. Während sich die einen auf Spurensuche begeben haben, ging es für die WSW die vergangenen Monate darum, die Strecke wieder fit für die Zukunft zu machen.

Flotte und Betriebssystem wird erneuert

Nun sind die Arbeiten soweit abgeschlossen, dass die ersten Bahnen in den Probebetrieb starten können. Zwischen dem 30. März und 15. April sollen täglich mehrere Bahnen auf der Strecke unterwegs sein. Neben der Umverteilung der Fahrzeuge zwischen den Haltestellen Oberbarmen und Vohwinkel, die von dem Vorfall im vergangenen November betroffen waren, muss nun auch das neue Betriebssystem der Firma Alstom auf Herz und Nieren getestet werden.

Neben den Erneuerungsarbeiten am Schwebebahngerüst rüsten die WSW gleichzeitig ihre Bahn-Flotte um, 31 neue Fahrzeuge sollen nach und nach ihre in die Jahre gekommene Vorgänger ersetzen. Bevor sie ihren Fahrgastbetrieb aufnehmen, müssen sie in den kommenden Wochen Funktions- und Bremstests absolvieren. Gleichzeitig zu den ersten Einsätzen auf der Schwebebahn-Strecke treiben die WSW das Genehmigungsverfahren für die Absturzsicherung bei der Technischen Aufsichtsbehörde (TAB) voran.

Sicherungsbleche und Bügel als Zusatzschutz

Künftig sollen zusätzlich zu den Klemmbacken Sicherungsbleche und eine Bügelvorrichtung zwischen Gerüst und Stromschiene für noch mehr Sicherheit sorgen und im Notfall die Bahn auf Schiene halten. Anfang August soll das Wahrzeichen wieder über der Wupper unterwegs sein. (ls)

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