Bild: © BlackMac/Adobe Stock

In Bayern hat es die Windkraft aufgrund von restriktiven Abstandsregeln und Bürgerprotesten mit am schwersten in Deutschland. Das soll sich nun ändern, wenn es nach Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger von den Freien Wählern geht. Sein Ministerium hat eine neue Initiative gestartet, um Kommunen bei der Planung und Realisierung von Windkraftprojekten zu unterstützen.

Die sogenannten „Windkümmerer“ sollen Städte und Gemeinden mit fachlichem Know-how weiterhelfen, aber auch zwischen den verschiedenen Stakeholdern und Anspruchsgruppen vermitteln. „Oft mangelt es den Kommunen gar nicht an Engagement, sondern an Personal und Fachwissen. Hier setzen wir an und können mit dem Windkümmerer einen echten Mehrwert anbieten: Experten, die sich um das Windprojekt und die Leute vor Ort kümmern“ betont Aiwanger.

Die ersten Kommunen nutzen das Angebot

Pro Regierungsbezirk ist derzeit ein „Windkümmerer“ im Einsatz, darunter Unternehmen und Institutionen. In Oberfranken stellt die Energieagentur Nordbayern Mitarbeiter für die Beratungsdienste zur Verfügung. Vier Kommunen und Gemeinden werden dort künftig betreut.

Dabei soll es um eine neutrale Prüfung der Umsetzungsmöglichkeiten gehen und um die Vermittlung zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen und einen fairen Interessensausgleich.

Warteliste

Bei Interesse können sich weitere Kommunen laufend für die Betreuung durch den "Windkümmerer Oberfranken" bewerben. Die Kommunen werden nach erfolgreicher Auswahl auf der Nachrückliste aufgenommen und rücken nach sobald weitere, freie Beratungskapazitäten verfügbar sind. Die Windkümmerer sind Teil der Windenergieoffensive "Aufwind", die für mehr Akzeptanz in der Bevölkerung sorgen und Ausbauhemmnisse verringern soll. (lm)

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