In manchen Punkten tut sich die deutsche Energiepolitik noch schwer, wenn es um die konsequente Integration der Erneuerbaren in das Versorgungssystem geht.

In manchen Punkten tut sich die deutsche Energiepolitik noch schwer, wenn es um die konsequente Integration der Erneuerbaren in das Versorgungssystem geht.

Bild: © Robert Kneschke/Adobe Stock

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fordert von der Bundesregierung bessere Bedingungen für schnellere und höhere Investitionen, um die Klimaschutzziele bis 2030 zu erreichen. Vor allem der Ausbau der erneuerbaren Energien verlaufe derzeit noch viel zu langsam, heißt es im "Fortschrittsmonitor Energiewende", den der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und die Beratungsfirma Ernst & Young (EY) am Montag veröffentlicht haben.

Daneben verliefen der Netzausbau und -umbau, die Digitalisierung und die Elektrifizierung des Verkehrssektors ebenfalls schleppend. Nötig seien bis 2030 Investitionen in Höhe von schätzungsweise 600 Mrd. Euro, heißt es in dem Bericht. 2021 seien aber nur 14,5 Mrd. Euro investiert worden. "Mit dem bisherigen Tempo können die Klimaziele nicht erreicht werden", kritisierte BDEW-Verbandschefin Kerstin Andreae laut Mitteilung.

Neues Marktdesign

Für die Energiewende müssten Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. Es brauche außerdem mehr Flächen für erneuerbare Energien, forderte Andreae.

Die Bundesregierung müsse zudem bessere Bedingungen schaffen für die Bereitstellung von Netzen und Ladeinfrastruktur sowie für die Schaffung eines Marktes für Wasserstoff. Zudem müssten "die Weichen für ein Marktdesign" gestellt werden, "in dem sich auch Investitionen in steuerbare Stromerzeugungskapazitäten lohnen." (dpa/jk)

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