Gute Ernte: Energiewälder der AVG bei Aschaffenburg

Gute Ernte: Energiewälder der AVG bei Aschaffenburg

© AVG

Schon seit Anfang Januar berät die parlamentarische Arbeitsgruppe "AG Akzeptanz/Energiewende" zur Transformation des Energiesystems. Am Montag sollen Maßnahmen zur Erreichung des Koalitions-Ziels von 65 Prozent erneuerbarer Energien am Brutto-Stromverbrauch bis 2030 diskutiert werden. Die Bioenergie-Verbände weisen nun auf die Wichtigkeit des Energieträgers zur Erreichung der Klimaziele hin.

Die Parlamentarier müssten nun den "bedeutenden Beitrag der Biomasse zur Stromerzeugung stabilisieren", so die Verbände in einer Pressemitteilung. Die Ausschreibungsvolumina im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für die Biomasse seien bisher nur bis 2022 festgelegt. Ohne eine angemessene Festlegung der Ausschreibungsmengen ab 2022 werden zeitgleich mit Kernkraft und Kohlekraftwerken auch die steuerbaren Bioenergie-Kraftwerke sukzessive abgeschaltet.

Gesamtkosten könnten steigen

Dies hätte starke Auswirkungen auf die Ausbaupfade der fluktuierenden Erneuerbaren-Technologien, betonen die Bioenergie-Verbände. Schließlich können die Fluktuierenden durch die Biomasse ausgeregelt werden. Zudem würden im Wärmesegment erhebliche Anteile wegfallen. In der Folge könnten die Gesamtkosten eines Stromsystems mit 65 Prozent an erneuerbaren Energien bis 2030 ohne Bioenergie beträchtlich steigen.

"Benötigt wird daher ein Stabilisierungspfad, der die Ausbauvolumina bis 2030 so bestimmt, dass die Stromerzeugung aus Biomasse auf heutigem Niveau bewahrt und der bestehende Anlagenpark optimiert wird. Andernfalls ist das Ziel von 65 Prozent kaum zu erreichen", betonen die Verbände. Bis 2022 ist nun laut EEG 2017 eine Leistung von insgesamt 1050 MW vorgesehen. Geht es nach den Plänen der Branche sollen bis 2030 rund 8 GW an Leistung weiter zugebaut werden. Ferner sollte die Flexibilisierung von Biogasanlagen weiter forciert werden.

Positionspapier fasst die eigenen Ziele zusammen

Die Verbände haben zu diesen Wechselwirkungen und den daraus folgenden Schlussfolgerungen ein gemeinsames Positionspapier verfasst. Das Papier haben unterschrieben: Bundesverband Bioenergie (BBE), Deutscher Bauernverband (DBV), Fachverband Biogas (FvB) und Fachverband Holzenergie (FVH). (al)

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