Hier wird noch analog gezählt: ein Ferraris-Zähler

Hier wird noch analog gezählt: ein Ferraris-Zähler

Bild: © Sashkin/AdobeStock

Der Bundesrat setzt sich dafür ein, dass die Nutzung von intelligenten Messsystemen, sogenannte Smart Meter, ausgebaut wird. Die Ausrichtung der Energieversorgung auf eneuerbare Energien brauche eine optimale Steuerung über digitale Verbrauchszähleinrichtungen, unterstreicht er in einer am 3. Juli 2020 gefassten Entschließung.

Die Bundesregierung fordert die Länder auf, die europäische Strombinnenmarktrichtlinie möglichst rasch umzusetzen und dadurch einen Anspruch auf dynamische Verträge sowie verbraucherschützende Maßnahmen gesetzlich zu verankern.

Technische Voraussetzung schaffen

Deutschland hinke bei der Nutzung intelligenter Messsysteme im Vergleich zu den anderen Mitgliedstaaten hinterher. Eine Beschleunigung der Versorgung sei deshalb dringend geboten.

Hierfür müssten auch die technischen Voraussetzungen für die tarifabhängige Steuerung geschaffen werden, beispielsweise eine sichere Steuereinrichtung zum Anschluss an das Smart-Meter-Gateway in Verbindung mit einer praxistauglichen Kommunikationsplattform zur Nutzung, Messung und Abrechnung von dynamischen Stromtarifen.

Synergieeffekte prüfen

Auch die Smart-Meter-Gateways selbst seien unbedingt weiter zu entwickeln. Außerdem solle die Bundesregierung dafür sorgen, dass Energieversorgungsunternehmen dynamische Verträge anbieten.

Darüber hinaus sei zu prüfen, ob sich durch die Umsetzung der europäischen Energieeffizienzrichtlinie Synergieeffekte bei der Digitalisierung des Verbrauchs von Strom, Wärme, Gas und Wasser erzielen lassen. (ls)

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