Müll liegt auf und neben aufgeklappten Mülltonnen. Weil die Berliner Stadtreinigung streikt, bleiben Tonnen ungeleert.

Müll liegt auf und neben aufgeklappten Mülltonnen. Weil die Berliner Stadtreinigung streikt, bleiben Tonnen ungeleert.

Bild: © Mona Wenisch/dpa

In Nordrhein-Westfalen und Berlin sind Beschäftigte von Bund und Kommunen in Warnstreiks getreten. In Dortmund stand der öffentliche Nahverkehr still. Für Freitag ist mit weiteren Aktionen zu rechnen. Vielerorts in NRW werden aller Voraussicht nach die Mülltonnen nicht geleert.

Die Gewerkschaft Verdi NRW setzt die Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst mit Aktionen bei der Müllentsorgung in einer Reihe von Städten fort. Außerdem plant sie Warnstreiks bei kommunalen Verwaltungen und mehreren Sparkassen. Schleusenmitarbeiter am Wesel-Datteln-Kanal und am Rhein-Herne-Kanal sind für Freitag zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Keine Annäherung in der zweiten Runde

Hintergrund ist der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst. Verdi sowie der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit ungefähr 2,5 Millionen Beschäftigten 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Bei der zweiten Verhandlungsrunde hatte es trotz eines Arbeitgeberangebotes noch keine Annäherung zwischen den Tarifparteien gegeben. Die dritte Verhandlungsrunde ist für Ende März angesetzt.

Warnstreiks bei der Müllentsorgung und Straßenreinigung sind ein Schwerpunkt der von Verdi NRW organisierten Warnstreiks im öffentlichen Dienst. So berichtete der Verdi-Bezirk mittleres Ruhrgebiet, dass voraussichtlich ein Großteil der Mülltonnen in Bochum, Gelsenkirchen und Bottrop nicht geleert werde. Betroffen seien in diesen Städten auch die Bereiche der Straßenreinigung, der Deponien und der Recyclinghöfe.

In Dortmund stand der Nahverkehr still

Zudem ist am Donnerstag das Nahverkehrsunternehmen DSW21 in Dortmund bestreikt worden. Busse und Bahnen seien im Depot geblieben, sagte ein Unternehmenssprecher. Die Aktion soll zum Betriebsende Donnerstag Nacht enden.

Auch in Berlin gab es Warnstreiks. Beschäftigte der Berliner Stadtreinigung (BSR) waren kurzfristig zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen worden. Ziel waren die BSR-Abfallbehandlungsanlagen. Aufgrund des Streiks konnten beim Müllheizkraftwerk und bei den Mechanischen Behandlungsanlagen keine Abfälle angenommen werden. Auch die Anlage Hennickendorf wurde bestreikt. Bei der Müllabfuhr kam es zu erheblichen Einschränkungen.

In München könnten am Wochenende die öffentlichen Schwimmbäder geschlossen bleiben. Verdi hat Warnstreiks der Bäder-Mitarbeiter der Stadtwerke angekündigt. Am Münchner Flughafen werden die Sicherheitskontrollen am Freitag Vormittag zäh verlaufen. Die Mitarbeiter der Sicherheitsgesellschaft München (SGM) sind zu einem fünfstündigen Streik aufgerufen. (wa/dpa)

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