Ob Haushalte etwa in private Ladestationen für Elektrofahrzeuge investieren, hängt von ihren finanziellen Möglichkeiten ab. Die Corona-Krise bereitet nun einigen Haushalten Sorgen.

Ob Haushalte etwa in private Ladestationen für Elektrofahrzeuge investieren, hängt von ihren finanziellen Möglichkeiten ab. Die Corona-Krise bereitet nun einigen Haushalten Sorgen.

Bild: © Herr Loeffler/stock.adobe.com

Die allermeisten Haushalte in Deutschland haben trotz krisenbedingter Unsicherheiten und auch häufig finanzieller Einbußen in der Pandemie die Bedeutung von Klimaschutz nicht vergessen. Teilweise denken sie sogar intensiver über Themen wie Energieeffizienz nach. Das zeigt eine Vorabauswertung des Energiewendebarometers der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Gemäß der im Dezember 2020 bis Januar 2021 durchgeführten, repräsentativen Befragung liegt die Zustimmung der Privathaushalte zur Energiewende bei 90 Prozent und damit sogar leicht über dem Vorjahresniveau. Auch der drohende finanzielle Druck scheint dabei eine Rolle zu spielen.

Interesse an Energieeffizienz

So äußern besonders diejenigen Haushalte ein gestiegenes Interesse an Energieeffizienz, die durch Corona einen geringeren finanziellen Spielraum oder berufliche Sorgen haben. Mehr als jeder dritte Haushalt mit Sorgen um die berufliche Zukunft denkt häufiger über Energieeffizienz nach als vor der Krise. Bei den übrigen Haushalten liegt der Anteil mit 18 Prozent nur etwa halb so hoch.

Bislang habe die Corona-Krise der Befragung zufolge keine negativen Auswirkungen auf die Einstellungen der Haushalte zur Energiewende. Dennoch sei zu erwarten, dass sich die finanziellen Einschränkungen auf die Investitionen auswirken. Dies zeigt sich in der Bereitschaft der Haushalte, persönliche Einschnitte hinzunehmen, um die Energiewende voranzutreiben.

Finanzielle Sorgen

Diese sind 2020 im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt etwas gesunken – 6,1 gegenüber 6,5 auf einer Skala von 1 bis 10. Bei Haushalten, die durch die Corona-Krise wirtschaftliche Sorgen haben, zeige sich dieses Muster noch deutlicher. Hier sind es 5,8 gegenüber 6,2 bei nicht betroffenen Haushalten.

Der hohe Anteil an Haushalten mit finanziellen und beruflichen Sorgen lasse befürchten, dass die Möglichkeiten für bauliche Veränderungen am Haus oder etwa den Kauf eines Elektroautos in der Krise für viele Haushalte gesunken seien, so Fritzi Kähler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. So könnten Investitionen in Energiewendetechnologien unterlassen oder verzögert werden, warnt die Expertin. (jk)

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