Die Sorge vor einem jähen Stopp der russischen Gaslieferungen löst weiterhin eine Art Torschlusspanik im Energiehandel aus. Die Nachfrage ist seit März konstant bis steigend, die Liquidität hingegen minimal.

Die Sorge vor einem jähen Stopp der russischen Gaslieferungen löst weiterhin eine Art Torschlusspanik im Energiehandel aus. Die Nachfrage ist seit März konstant bis steigend, die Liquidität hingegen minimal.

Illustration: © Corona Borealis/Adobestock

Der hessische Städtetag will angesichts der Gas-Krise bei einer Sondersitzung über mögliche Szenarien bei einer Gasrationierung sprechen. «Diese Gasmangellage wird über kurz oder lang zu Gasrationierungen führen», sagte Darmstadts Oberbürgermeister und Vizepräsident des Städtetages, Jochen Partsch (Grüne), am Mittwoch in Darmstadt.

Noch vor der Sommerpause solle es eine Sondersitzung zusammen mit Vertretern der Versorger geben. Man müsse sich angesichts der von der Bundesregierung ausgerufenen Alarmstufe im Notfallplan Gas auf Szenarien vorbereiten.

«Wir müssen uns Gedanken machen, welche Leistungen wir einsparen können», sagte der Präsident des Städtetages, Fuldas Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld (CDU).

Schließung von Hallenbädern gilt als eine Option, um Energie einzusparen

«Wir müssen von deutlichen Preissteigerungen bei den Bürgerinnen und Bürgern ausgehen», sagte Wingenfeld. Und es gehe auch um die Liquidität der kommunalen Stadtwerke. Derzeit könnten diese die höheren Kosten beim Einkauf noch nicht an die Kunden weitergeben.

«Wir wollen uns sehr genau anschauen, wo große Hebel sind», sagte Partsch. Als Beispiel nannte er die Schließung von Hallenbädern. «Ein Thema sind die Hallenbäder, das sind enorme Mengen Energie.» Man müsse sich alles unter ökologischen, sozialen und ökonomischen Aspekten ansehen. (dpa/hoe)

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