In München kann Grünstrom nun komplett aus regionalen Quellen bezogen werden.

In München kann Grünstrom nun komplett aus regionalen Quellen bezogen werden.

Bild: © vegefox.com/Adobe Stock

Die Betreiber von Hamburgs Energienetzen haben zur Erforschung eines Leitungsnetzes der Zukunft einen Antrag auf Förderung im Rahmen des Norddeutschen Reallabors gestellt. Bei dem Projekt sollen markt- und realitätsnahe Modelle für eine integrierte Netzplanung entwickelt werden, die von Anfang an die Sektoren Wärme, Strom und Verkehr zusammendenken, teilten die städtischen Betreiber am Mittwoch mit. Bei ihnen handelt es sich um Stromnetz Hamburg, Gasnetz Hamburg und Wärme Hamburg.

Im Zentrum stehe eine Versorgung mit erneuerbaren Energien, hieß es. Erprobt werde etwa, wie ein Wasserstoffnetz an die Stadt angebunden und wie die weitere Verteilung gestaltet werden könne. Begleitet werde das Teilprojekt Integrierte Netzplanung von der Technischen Universität Hamburg-Harburg, der Helmut-Schmidt-Universität sowie der Technischen Hochschule Lübeck. Eine Entscheidung über den Antrag soll voraussichtlich bis Ende November fallen, so dass das Projekt im April 2021 starten könnte.

Fortsetzung von NEW 4.0

Das Norddeutsche Reallabor gehört zu den 20 Gewinnern des Ideenwettbewerbs "Reallabore der Energiewende",  denen das BMWi vergangenes Jahr eine Förderung zugesagt hat. Zudem löst das Konsortium das Ende des Jahres auslaufende Großprojekt «NEW 4.0 – Norddeutsche EnergieWende» ab.

Letzteres ist Teil der vier Sinteg-Schaufenster. Im Norddeutschen Reallabor wollen Hamburg, Schleswig-Holstein und das westliche Mecklenburg-Vorpommern eine schnelle Dekarbonisierung (Kohleausstieg) aller Verbrauchssektoren demonstrieren. Mit den bislang geplanten Vorhaben könnten den Angaben zufolge rund 560.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden. (dpa/lm)

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