Ostdeutsche Verbraucherinnen und Verbraucher beurteilen in einer Umfrage die Klimaschutzpolitik der Bundesregierung kritisch, befürworten aber grundsätzlich Maßnahmen zum Klimaschutz. Weniger als ein Drittel der Befragten (26 Prozent) sei mit der Energie- und Klimapolitik zufrieden, teilte der Energieversorger EnviaM als Auftraggeber der Studie am Mittwoch mit. Das waren noch weniger als im Vorjahr (31 Prozent).
Unzufrieden zeigten sich dagegen 70 Prozent – ein Plus von sieben Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Etwas positiver beurteilte die junge Generation (16 bis 26 Jahre) die Arbeit der Bundesregierung in Energie- und Klimaschutzfragen.
Bezahlbarkeit großes Thema
Deutlich änderte sich die Lage, als nach Einzelmaßnahmen gefragt wurde. Rund 70 Prozent der Befragten zustimmend zu Netzausbau, Förderung von Wasserstoffanwendungen, dem und verkürzten Genehmigungsverfahren für Solar- und Windkraftanlagen. Einen verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien fanden ebenfalls 69 Prozent gut. 26 Prozent hielten dies für nicht gut.
Großes Thema ist für viele Menschen die Bezahlbarkeit. Auf die Frage, welches Klimaschutzthema die Bundesregierung dringend angehen solle, antworteten 40 Prozent: die Bezahlbarkeit. Danach folgten ein schnellerer Ausbau der Erneuerbaren (zwölf Prozent), der Wiedereinstieg in die Kernenergie (elf Prozent) und Versorgungssicherheit (zehn Prozent).
1000 Menschen befragt
Der ostdeutsche Flächenversorger EnviaM gibt die Studie jährlich in Auftrag. Das Institut für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung (IMK) in Erfurt befragte 1000 Menschen, davon 500 Jüngere im Alter von 16 bis 26 Jahren. Der Rest waren Ältere. Der Befragungszeitraum lief vom 10. bis 17. Juli. (dpa/aba)



