"Wir stehen voll hinter den Sanktionen der Europäischen Union": Eon-Vorstandsvorsitzender Leonhard Birnbaum verurteilt den Angriff Russlands auf die Ukraine scharf.

"Wir stehen voll hinter den Sanktionen der Europäischen Union": Eon-Vorstandsvorsitzender Leonhard Birnbaum verurteilt den Angriff Russlands auf die Ukraine scharf.

Bild: © Eon

Der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns Eon, Leonhard Birnbaum, hat sich erneut gegen ein Embargo von russischem Erdgas ausgesprochen. "Es ist ja nicht so, dass nur Deutschland durch so einen Schritt hart getroffen würde, Europa hätte ein massives Problem", sagte Leonhard in einem Interview dem "Handelsblatt" (Dienstag). So sei zum Beispiel die Slowakei komplett abhängig von russischem Gas. Tschechien und Österreich bezögen den größten Teil ihres Erdgases aus Russland.

"Wenn wir glauben, wir könnten die deutsche Versorgung sicherstellen, ohne uns auch gemeinsam um die anderen Staaten zu kümmern, dann wird das die EU zerreißen", sagte der Energiemanager. "Wir dürfen das nicht als nationales Thema behandeln." Er finde es weiterhin "richtig und verantwortungsvoll", dass die Bundesregierung ein Gasembargo ablehne.

"Keine Frage von drei Monaten"

Er glaube, dass Deutschland in drei Jahren unabhängig von russischen Energieimporten sein könne. "Wenn wir schneller sind, ist das schön, aber es ist in jedem Fall keine Frage von drei Monaten." (dpa/hil)

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