Das Vertrauen der Menschen zu erhalten, ist laut Rheinenergie-Chef Andreas Feicht „die aktuell größte Herausforderung der Transformation“. Man befinde sich in einer Zeit des Vertrauensverlustes gegenüber staatlichen und politischen Institutionen.
„Auch wir als kommunale Stadtwerke gelten als Sphäre des Staates. Die Menschen sagen, das ist doch unser Versorger, gebt uns doch eine Lösung“, verdeutlichte Feicht beim VKU-Stadtwerkekongress in Köln.
An Lösungen, etwa für die Wärmewende zu arbeiten, in einer Zeit „in der offensichtlich der Kulturkampf um sich greift und Misstrauen herrscht, um das was geschehen soll, das ist die größte Herausforderung in dieser Phase der Transformation“.
"Ehrlichkeit gegenüber Bürgern und Kunden zentral"
Wer etwa keine Wärmepumpe in sein Haus einbauen wolle, sei deswegen kein schlechter Mensch, sagte er mit Blick auf die Diskussion und in die Teilen der Politik propagierte „All-Electric-Society).
Die Rheinenergie versuche im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung für jedes Haus die richtige Heizlösung zu definieren. Zur Ehrlichkeit gehöre aber auch, dass man Mitte 2026 noch nicht genau sagen könne, was in jedem Straßenzug in Köln die Lösung sein werde. Diese Ehrlichkeit sei zentral.
„Die Debatte um das Heizungsgesetz hat den Leuten Angst gemacht. Sie fragen sich, was sie jetzt machen sollen. Jetzt kommt es auch ganz stark auf uns an und unsere Fähigkeit zur Kommunikation.“
"Gestaltung der Wärmewende ist ein besonderer Vertrauensbeweis"
Für die Wärmewende gebe es keine Schablone, die Ausgangsvoraussetzungen seien nicht überall gleich. Dennoch sei die Gestaltung der Wärmewende ein besonderer Vertrauensbeweis für die Branche und eine besondere Chance. „Das ist wie ein Elfmeter, den uns die Politik auf den Elfmeterpunkt gelegt hat“. Diese Ausgangslage sei „wie gemalt für Stadtwerke. „In diesem Spirit sollten wir an die Aufgabe herangehen“. (hoe)



