Die Energie- und Wärmewende klappt nicht ohne genügend Fachhandwerker.

Die Energie- und Wärmewende klappt nicht ohne genügend Fachhandwerker.

Bild: © Reinhard Tiburzy/AdobeStock

In Nordrhein-Westfalen (NRW) werden kaum Solaranlagen auf Freiflächen errichtet. Der Photovoltaik(PV)-Zubau konzentriere sich weitestgehend auf private und gewerbliche Dächer, erklärte der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) auf Nachfrage. "Bislang entfällt weniger als vier Prozent der neu installierten Leistung auf solare Freiflächenanlagen", sagte der Vorsitzende Hans-Josef Vogel.

20 Prozent in anderen Ländern

Dagegen liege die Quote in anderen Bundesländern bei knapp 20 Prozent – also fünf Mal höher –, so Vogel weiter. Er fordert ein Umdenken der Landesregierung aus CDU und Grünen. "NRW muss die zweifellos vorhandenen Potenziale auf Freiflächen, aber auch bei Agri-, Floating- (schwimmende Solarparks) oder Parkplatz-PV viel, viel besser ausnutzen."

Dennoch liegt der Anteil Nordrhein-Westfalens am bundesweiten PV-Zubau laut dem Verband bei 15 Prozent. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 2.000 MW neu installiert und damit doppelt so viel wie 2022. LEE-NRW-Chef Vogel sieht aber noch mehr Potenzial: Nur knapp zehn Prozent aller Dächer seien mit einer Solaranlage ausgestattet.

"Luft nach oben"

Die Einschätzung teilt auch die Landesregierung selbst und sieht "noch viel Luft nach oben", sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums der Deutschen Presseagentur (DPA). Er verwies unter anderem auf den vom Kabinett geänderten Landesentwicklungsplan, der den Bau auf Freiflächen künftig vereinfachen soll.

Aktuell keine Förderung

Allerdings hat das Bundesland die Förderung von Solarprojekten momentan auf Eis gelegt. Erst "voraussichtlich zum 1. Februar 2024" werde die Landesregierung "mit einem angepassten Förderangebot" zurückkehren, heißt es auf der Website zum Förderprogramm. (dz/DPA)

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