Durch die Niederschläge erholt sich der Grundwasserpegel langsam.

Durch die Niederschläge erholt sich der Grundwasserpegel langsam.

Bild: © JackStock/AdobeStock

Mit einem Kommunalen Klimapakt wollen Städte, Gemeinden und Landkreise konkrete Maßnahmen auf den Weg bringen, um in Rheinland-Pfalz wirksam auf eine Drosselung des Temperaturanstiegs hinzuwirken. In zwölf zentralen Handlungsfeldern werde ein Weg aufgezeigt, der die Akteure vor Ort und die Kommunen als wichtigste Träger von Investitionen einbeziehe, sagte der Vorsitzende des Landkreistags, Günther Schartz.

Ziel sei auch eine Straffung von Verwaltungsverfahren, um benötigte Maßnahmen schneller umzusetzen. Der Geschäftsführer des Gemeinde- und Städtebunds, Karl-Heinz Frieden, sprach von einem voraussichtlich «dicken zweistelligen Millionenbetrag», der jährlich zur Umsetzung der Maßnahmen benötigt werde.

Starkregen und sinkende Grundwasserpegel

Die Kommunen spürten die Folgen des Klimawandels ganz unmittelbar, sagte Frieden. Deutliche Veränderungen zeigten sich im Wald, durch Käferschäden und Windwurf sei bereits eine Waldfläche von der Größe des Saarlands verloren gegangen. Sorgen bereiten zunehmende Unwetter mit Starkregen und eine steigende Hochwassergefahr ebenso wie der sinkende Grundwasserpegel aufgrund von Dürre im Sommer.

Frieden zeigte sich überzeugt, dass die Initiative der Kommunen die Umwelt- und Klimapolitik des Landes in den nächsten Jahren prägen werde, auch über die jetzt beginnende Wahlperiode hinaus. Notwendig sei dabei auch eine Umstellung der Finanzrechnung.

In Kostenrechnungen müssten die Kosten über den gesamten Lebenszyklus einer Investition ebenso einfließen wie die Beträge, die bei der Vermeidung von CO2-Emissionen eingespart werden könnten. Es werde künftig darauf ankommen, verstärkt auf eine klimafreundliche Holzbauweise umzusteigen, wo dies möglich sei.

Klimaschutz und gleichwertige Lebensverhältnisse verbinden

Als Landrat des Kreises Trier-Saarburg hofft Schartz auch auf Impulse aus dem Klimapakt für gleichwertige Lebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land. Die Lieferanten von erneuerbarer Energie seien mehr denn je in ländlichen Regionen zuhause. Und mit neuen Lebens- und Arbeitsformen aufgrund der Digitalisierung gebe es auch mehr Möglichkeiten zur Verkehrsvermeidung. «Klimaschutz muss auch Thema der Ortsentwicklung, der Dorferneuerung und der kommunalen Bauleitplanung werden», sagte Schartz. (dpa/jul)

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