Günstiger Wohnraum vs. energetisches Sanieren: Das neue Mietrechtanpassungsgesetz will diesen Widerspruch auflösen. Verbände sind skeptisch.

Günstiger Wohnraum vs. energetisches Sanieren: Das neue Mietrechtanpassungsgesetz will diesen Widerspruch auflösen. Verbände sind skeptisch.

Bild: © Erwin Lorenzen/pixelio.de

Die Große Koalition will mehr Geld für die Gebäudesanierung bereitstellen. In diesem und im kommenden Jahr stockt der Bund das CO2-Gebäudesanierungsprogrammum eine Milliarde Euro auf 2,5 Milliarden Euro auf.

Auch die Förderprogramme des Bundes zur energetischen Sanierung kommunaler Gebäude werden aufgestockt und ein Programm zur Förderung von Klimaanpassungsmaßnahmen in sozialen Einrichtungen wird aufgelegt. Das haben die Koalitionsspitzen im Rahmen ihres milliardenschweren Konjunkturpakets beschlossen.

DUH: Chancen vertan

Kritik kommt von der Deutschen Umwelthilfe (DUH). "Die Aufstockung der Gebäudesanierung ist nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Koalition hat die Chance vertan, im Gebäudebereich eine Sanierungswelle anzustoßen. Um das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands bis 2050 zu erreichen, wäre dagegen eine Förderung von bis zu 25 Milliarden Euro im Jahr notwendig. Dies würde auch zahlreiche neue und sichere Jobs im ganzen Land bedeuten“, sagt Barbara Metz, die stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH.  

Bereits das Gebäudeenergiegesetz, das vergangene Woche beschlossen wurde, zeige die Mutlosigkeit der Großen Koalition. „Die Effizienzstandards für Neu- und Altbau werden nicht erhöht, längst überholte Standards werden lediglich eingefroren. Die sogenannte Innovationsklausel, die die Betrachtung eines gesamten Quartiers ermöglicht, lässt sogar eine Abschwächung der geltenden Effizienzstandards zu. Zu wenig Förderung und eine Verschlechterung der Vorgaben für Effizienz: Bei der Gebäudesanierung legt die Große Koalition sogar den Rückwärtsgang ein“, so Metz. (amo)

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