Idyllisch – die Hafenstadt in Hamburg

Idyllisch – die Hafenstadt in Hamburg

Bild: © Lisa Schwarz/Pixelio

Die Metropolregion Hamburg könnte bei der Technologie des regenerativ erzeugten Wasserstoffs eine weltweite Spitzenstellung einnehmen. Dazu müsse sie allerdings ihre Potenziale in diesem Bereich ausschöpfen, teilte die Metropolregion nach einer Sitzung ihres Regionsrats am Donnerstag in Hamburg. "Wir haben eine Riesenchance für einen Schritt nach vorn", sagte die niedersächsische Regionalministerin Birgit Honé (SPD).

Die Entscheidung des Berliner Koalitionsausschusses für zusätzliche Investitionen in die Wasserstoff-Wirtschaft bedeuteten ebenso Rückenwind wie die geplanten EU-Programme zur ökologischen Erneuerung der europäischen Wirtschaft.

Region nutzt Chancen bislang zu wenig

Die Vertreter der vier Bundesländer der Metropolregion, Kreise und Kommunen, Wirtschaftsvertreter und Gewerkschaften berieten in Hamburg über die Folgerungen aus einem Gutachten der OECD zur Metropolregion vom vergangenen Herbst. Darin war deutlich geworden, dass die Innovationsfähigkeit und Produktivität der Region hinter vergleichbaren Wirtschaftsräumen im Süden Deutschlands zurückbleibt und Potenziale brachliegen, trotz attraktiver Branchen wie zum Beispiel Luftfahrtindustrie und Medizintechnik.

Der Regionsrat hat nun zehn Bereiche identifiziert, die vorrangig angegangen werden sollen. Dazu zählen neben erneuerbarer Energie und Wasserstoff zum Beispiel eine gemeinsame Fachkräftestrategie, die Einrichtung eines Kompetenzzentrums Mobilität und ein kundenfreundlicher Umbau des grenzüberschreitenden öffentlichen Nahverkehrs.

Auch "weiche" Faktoren zählen

Eine wichtige Rolle spiele für die Metropolregion auch die Entwicklung der Randbereiche. Etwa zwei Drittel der rund 5,3 Millionen Einwohner der Metropolregion wohnen nicht in Hamburg oder anderen Städten. "Wie bringen wir Innovationen in die Fläche", fragte Andreas Rieckhof, Staatsrat in der Hamburger Wirtschaftsbehörde und Vorsitzender des Regionsrats. Eine wichtige Rolle spielten dabei auch "weiche" Faktoren wie die Versorgung mit Wohnraum. Die Metropolregion plane deshalb ein gemeinsames Monitoring des Wohnungsmarkts. Für die verschiedenen Themenfelder sollen bis Mitte kommenden Jahres erste Ergebnisse vorliegen. (dpa/amo)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper