Wie weit wird Gazprom künftig den Hahn öffnen für die Pipeline durch die Ukraine? Das Machtspiel der Weltmächte hat begonnen.

Wie weit wird Gazprom künftig den Hahn öffnen für die Pipeline durch die Ukraine? Das Machtspiel der Weltmächte hat begonnen.

Bild: © Gazprom Wintershall

Vor dem russisch-amerikanischen Gipfel in Helsinki ist der Kreml besorgt wegen der Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen die geplante Erdgaspipeline Nord Stream 2 durch die Ostsee. «Das ist kein russisches oder russisch-deutsches Projekt, sondern ein internationales Joint Venture mit vielen Teilhabern», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitagabend in Moskau. Es sei besorgniserregend, wenn diesen Teilhabern oder Deutschland und Russland mit Sanktionen gedroht werde.

Trump hatte Nord Stream 2 auf dem ersten Teil seiner Europa-Reise mehrfach scharf kritisiert. Deutschland verlasse sich auf teuren militärischen Schutz der USA, kaufe sein Erdgas aber für Milliarden Euro in Russland, argumentierte er beim Nato-Gipfel in Brüssel. Am Montag trifft der US-Präsident in der finnischen Hauptstadt Helsinki mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin zusammen.

Stark unterkühltes Verhältnis

Das Verhältnis zwischen den USA und Russland ist derzeit so gespannt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. «Ein Erfolg ist es, wenn wir wieder einen normalen Kontakt pflegen. Fast alle Kommunikationskanäle, die in den vergangenen zehn Jahren geschaffen wurden, sind eingefroren», sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow dem Staatssender RT.

Peskow schloss in einem RT-Interview nicht aus, dass auch über die Halbinsel Krim gesprochen wird. Dies sei aber nur sinnvoll, wenn die USA von ihrem «Mantra» abrückten, dass Russland die früher ukrainische Krim zurückgeben müsse. (dpa/al)

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