Vor allem den europäischen Nachbarländern, darunter Dänemark, Estland, den Niederlanden und Schweden, wird eine Vorreiterrolle beigemessen.

Vor allem den europäischen Nachbarländern, darunter Dänemark, Estland, den Niederlanden und Schweden, wird eine Vorreiterrolle beigemessen.

Bild: © AndSus/AdobeStock

Die Ökoenergie-Branche will die geplante Abschöpfung ihrer infolge der Energiekrise geflossenen Zusatzgewinne akzeptieren, solange sie investieren kann. «Das darf nur sehr zeitlich begrenzt sein, und man muss eben diese Investitionsfreiheit lassen», betonte die Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie, Simone Peter, am Mittwoch im ARD-«Morgenmagazin». Wirtschaftsminister Robert Habeck habe sehr ambitionierte Ziele für die erneuerbaren Energien gesetzt.

«Das heißt, da muss jetzt viel investiert werden. Da ist sicher ein Puffer, um etwa abzugeben. Da will sich auch die Branche nicht erwehren. Aber man muss eben auch die Investitionen der Zukunft stemmen können.» Peter räumte ein, dass es einen Regelungsbedarf gibt. «Es gibt Preissprünge am Gasmarkt. Dagegen muss man etwas tun.»

Hintergrund: Geringe Produktionskosten, hohe Gewinne

Hintergrund ist die komplizierte Bildung des Strompreises. Die Ökoenergie-Anbieter dürfen ihren vergleichsweise billig erzeugten Strom zuerst einspeisen. Der Preis richtet sich aber nach dem Anbieter, der den letzten Bedarf deckt, und das sind derzeit die Gaskraftwerke, die wegen des Gasmangels extrem teuer produzieren. Daher erhalten auch die Ökostrom-Produzenten trotz ihrer geringen Kosten einen hohen Preis. Diese unerwarteten Gewinne will die Regierung abschöpfen und in die Bewältigung der Energiekrise stecken. (dpa/gun)

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