Bild: © EnBW

Die Offshore-Windenergie ist nicht nur gut für den Klimaschutz, sondern auch für den Arbeitsmarkt. Zu diesem Ergebnis kommt die vom Bundeswirtschaftsministerium veröffentlichte Studie „Maritime Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland“. Demnach führt ein Arbeitsplatz im Bereich Offshore Windenergie im Durchschnitt zu 2,4 weiteren Arbeitsplätzen entlang der Wertschöpfungskette. Der Offshore-Windenergie wird außerdem ein Wertschöpfungsmultiplikator von 3,1 attestiert, heißt es in einer Mitteilung des Bundesverbands der Windparkbetreiber Offshore (BWO).

„Die Zahlen belegen, was wir längst wussten: Die Offshore-Windindustrie hat sich zu einem wichtigen Treiber unserer Wirtschaft entwickelt. Sie sorgt nicht nur in den Küstenländern, sondern auch im Süden und Westen Deutschlands für Beschäftigung und Wertschöpfung“, lässt sich BWO-Geschäftsführer Stefan Thimm, zitieren. Die Zweitrundeneffekte der Offshore-Windbranche seien sehr hoch, auch das unterstreiche noch einmal die Wichtigkeit der gesamten Wertschöpfungskette. „Umso bedenklicher ist die Tatsache, dass aktuell so gut wie kein Offshore-Ausbau in Deutschland stattfindet.“

Ausbaulücke macht der Branche zu schaffen

Sorgen macht sich Thimm vor allem um die ca. 24.000 Beschäftigten der Offshore-Windindustrie. „Schon jetzt ist die Branche leicht geschrumpft. Hier bekommen wir die Auswirkungen der Ausbaulücke ganz unmittelbar zu spüren“, so Thimm. Gleichzeitig sieht er aber auch die deutsche Vorreiterstellung im internationalen Wettbewerb in Gefahr: „Je stärker der inländische Ausbau stagniert, desto mehr wird sich die heimische Industrie in Richtung Ausland orientieren. Bei unseren europäischen Nachbarn, aber auch in außereuropäischen Märkten wie China und den USA sehen wir großes Wachstum“, so Thimm. „Wenn wir uns jetzt nicht ins Zeug legen, dann können wir unsere einstige Vorreiterrolle vergessen." (amo)

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