"Wir warten nun zunächst auf die Entscheidung von Polizei und Staatsanwaltschaft zu den Ermittlungen", sagte die Sprecherin der Stadtwerke Schwedt, Jana Jähnke. (Symbolbild)

"Wir warten nun zunächst auf die Entscheidung von Polizei und Staatsanwaltschaft zu den Ermittlungen", sagte die Sprecherin der Stadtwerke Schwedt, Jana Jähnke. (Symbolbild)

Bild: © Balance Form Creative/AdobeStock

Abseits von Corona sind kommunale Bäder aus Sicht des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) dringend auf eine langfristige sichere Finanzierung angewiesen. Wirtschaftlich lohne sich der Betrieb auch in normalen Zeiten in der Regel nicht. Es fehle Geld für Sanierungen oder für Investitionen in einen energie- und kosteneffizienteren Betrieb.

«Insgesamt hat Corona die ohnehin schon sehr angespannte Finanzlage der kommunalen Bäder weiter verschärft», sagte eine Sprecherin der VKU-Landesgruppe Baden-Württemberg der Deutschen Presse-Agentur. Die Pandemie habe die Bäder in Baden-Württemberg finanziell mit Wucht getroffen.
 

Auslastung nur bei 60 bis 80 Prozent des Vorkrisen-Niveaus

Selbst voll ausgelastet seien Schwimmbäder ein Verlustgeschäft - im vergangenen Herbst habe die Auslastung aber nur bei etwa 60 bis 80 Prozent im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie gelegen. Die Situation vor Ort sei unterschiedlich, abhängig von Vereinssport, Schulschwimmen oder lokaler Impfquote. Die Verluste für ein einzelnes Bad könnten durchaus in die Millionen gehen.

«Wir appellieren an Bund, Länder und Kommunen, die Betreiber der kommunalen Bäder buchstäblich nicht baden gehen zu lassen», so die VKU-Sprecherin. Die Defizite der Bäder werden mit Gewinnen etwa aus der kommunalen Energie- oder Wasserversorgung ausgeglichen.

Der kommunale Querverbund muss aus Sicht des Verbandes erhalten bleiben. Nötig sei außerdem eine Sanierungsoffensive. «Eine solide und damit bessere finanzielle Ausstattung der kommunalen Bäder wäre ein Rettungsring der Politik, um Bäder als verlässliche Angebote der kommunalen Daseinsvorsorge in Stadt und Land zu erhalten.»

"Bäder stärken den Zusammenhalt vor Ort"

Bäder rentierten sich nicht in Zahlen, aber hinsichtlich einer Lebensqualität zu erschwinglichen Preisen, Gesundheit und Fitness und der «Lebensfertigkeit Schwimmen». Auch seien Bäder soziale Orte, in denen sich Menschen aller sozialen Milieus begegnen und austauschen. «So stärken Bäder den Zusammenhalt vor Ort», betonte die Sprecherin. Die VKU-Landesgruppe vertritt 70 kommunale Badbetreiber mit mehr als 100 Bädern in Baden-Württemberg. (dpa/hoe)

 

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