Derzeit ist nachhaltig produzierter Wasserstoff noch nicht in größeren Mengen verfügbar.

Derzeit ist nachhaltig produzierter Wasserstoff noch nicht in größeren Mengen verfügbar.

Bild: © luchschenF/Adobe Stock

Die Bundesregierung rechnet damit, dass bis Ende des Jahres mindestens 100 Wasserstofftankstellen für Autos in Deutschland in Betrieb sein werden. Für dieses und das Folgejahr seien zehn bis 15 Stationen jährlich geplant. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor.

Über den weiteren Ausbau könne 2021 in Abhängigkeit von dem bis dahin stattfindenden Fahrzeughochlauf und den weiteren Plänen von Autoherstellern entschieden werden. "In den nächsten Jahren wird voraussichtlich das Thema Wasserstoffinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge an Bedeutung gewinnen", heißt es in dem Dokument weiter. Diverse Projekte für die Fahrzeug- und Infrastrukturentwicklung seien bereits gestartet worden.

Subventionen für "grünen Wasserstoff"?

Wissen wollten die Liberalen auch, ob die Bundesregierung die Produktion von grünem Wasserstoff durch Steuererleichterungen oder Umlagen subventionieren möchte. In ihrer Antwort verweist die Bundesregierung auf die mit dem Brennstoffemissionshandelsgesetz beschlossene Einführung einer Bepreisung für fossile Kraft- bzw. Brennstoffe in den Bereichen Verkehr und Wärme. Mit den Einnahmen werde unter anderem die EEG-Umlage auf Strom reduziert.

Davon würden "technologieneutral sämtliche Sektorkopplungstechnologien und damit auch grüner Wasserstoff" profitieren. Weitere Reformen der "staatlich induzierten Preisbestandteile" werde die Bundesregierung im Zusammenhang mit der Nationalen Wasserstoffstrategie prüfen, heißt es weiter.

FDP irritiert von ständigen Verzögerungen

Nach der hatte sich die FDP in der Kleinen Anfrage ohnehin explizit erkundigt. Die Fragesteller zeigen sich verärgert angesichts der mehrfachen Verzögerungen bei diesem "zukunftsträchtigen Thema". Zudem merken die Liberalen kritisch an, dass das Bundeswirtschaftsministerium sowie das Bundesumweltministerium zu diesem Thema divergierende Stellungnahmen veröffentlicht haben.

Konkret will die FDP-Fraktion wissen, wie die Bundesregierung zu Wasserstoff steht, der aus fossilen Quellen gewonnen wird. Zusätzlich fragt sie nach den geplanten Anwendungsbereichen.

Abstimmung läuft weiter

Antworten bleibt die Kleine Anfrage an dieser Stelle schuldig. "Diese Fragen werden im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie adressiert, die sich derzeit noch in der Ressortabstimmung befindet", heißt es dazu in der Stellungnahme der Bundesregierung. (amo)

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