Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Abdulaziz bin Salman Al Saud, Energieminister Saudi-Arabiens, haben eine gemeinsame Absichtserklärung zur Gründung einer Wasserstoffzusammenarbeit zwischen Deutschland und Saudi-Arabien unterzeichnet. Die Unterschrift wurde im Rahmen des Deutsch-Saudisches Energiedialogs getroffen, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilt.
Die Erklärung unterstreiche den Willen beider Länder, in den Bereichen Erzeugung, Weiterverarbeitung, Anwendung und Transport von grünem Wasserstoff eng zu kooperieren, heißt es. "Deutschland ist auf den Import von klimaneutralem Wasserstoff angewiesen", betonte Altmaier. Saudi-Arabien sei ein wichtiger internationaler Partner in der Wasserstoffzusammenarbeit.
Bedarf muss auch von Importen gedeckt werden
Die Bundesregierung hat in ihrer Wasserstoffstrategie einen Bedarf von 90-110 Mrd. kWh klimaneutralem Wasserstoff bis 2030 identifiziert. Davon muss ein hoher Anteil aus Importen gedeckt werden. Aufgrund der guten Bedingungen für die Erzeugung von erneuerbarem Strom kann Saudi-Arabien langfristig ein wichtiger Importeur von grünem Wasserstoff werden.
Deutschland und Saudi-Arabien streben mit der Wasserstoffzusammenarbeit die Umsetzung konkreter Wasserstoffprojekte zum Beispiel am Standort NEOM an. Darüber hinaus wird ein gegenseitiger Austausch in Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft zu den Themen: Technologie, Wirtschaft und Regulierung im Rahmen einer "Roadmap" etabliert.
Weiterverarbeitung von Wasserstoff
Deutsche Technologieanbieter arbeiten an weltweit führenden Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Wasserstoff. Hierzu zählt zum Beispiel die Weiterverarbeitung von Wasserstoff zu synthetischen Kraftstoffen wie E-Kerosin.
Das BMWi wird bei der Umsetzung der Wasserstoffzusammenarbeit mit Saudi-Arabien von dem Büro der deutschen Wirtschaft in Road (GESALO) und Guidehouse unterstützt. Die Unterzeichnung der Absichtserklärung durch die Minister fand virtuell mit Wirtschaftsvertretern beider Länder statt. (jk)



