Ein Mitarbeiter steht auf dem Gelände eines Gasspeichers in Frankenthal (Rheinland-Pfalz) auf einer Absorber-Anlage.

Ein Mitarbeiter steht auf dem Gelände eines Gasspeichers in Frankenthal (Rheinland-Pfalz) auf einer Absorber-Anlage.

Bild: © Uwe Anspach/dpa

Damit Europa genug Gas für den Winter hat, sollen die Gasspeicher der EU weiter verpflichtend gefüllt werden müssen – allerdings erst etwas später im Jahr als bislang. Unterhändler des Europäischen Parlaments und der EU-Staaten einigten sich in Brüssel auf eine Verlängerung der Gasspeicherverordnung um zwei Jahre, wie aus einer Mitteilung der Länder hervorgeht.

Füllziel von 90 Prozent bleibt erhalten

Demnach soll das bisherige Füllziel von 90 Prozent erhalten bleiben, aber "irgendwann zwischen dem 1. Oktober und 1. Dezember" erreicht werden müssen. Bislang müssen die Gasspeicher in der EU bis zum 1. November zu 90 Prozent gefüllt sein.

Wie die Länder mitteilten, einigten sie sich mit dem Parlament auf diese Richtwerte, "um die Vorhersehbarkeit der Speichermengen zu gewährleisten und gleichzeitig den Marktteilnehmern genügend Flexibilität zu lassen, um das ganze Jahr über Gas zu kaufen, wenn dies günstiger ist".

Verordnung soll Gasversorgung sicherstellen

Die Gasspeicherverordnung wurde Mitte 2022 erlassen und soll die Gasversorgung der EU sicherstellen. Mit der Änderung soll nun die Anfälligkeit der EU für Preisschwankungen im Zusammenhang mit der geopolitischen Instabilität nach dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verringert werden, hieß es von den Ländern.

Formale Annahme fehlt noch

Der Einigung war ein Vorschlag der EU-Kommission vorangegangen. Die neuen Vorschriften müssen nun noch vom Parlament und den Ländern formell angenommen werden. (dpa/hil)

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