Robert Habeck (l, Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, und Tom Alweendo, Minister of Mines and Energy in Namibia, äußern sich nach diversen Gesprächen im State House in Windhuk gegenüber Journalisten. Bundeswirtschaftsminister Habeck besucht bei seiner fünftägigen Afrika-Reise die Länder Namibia und Südafrika.

Robert Habeck (l, Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, und Tom Alweendo, Minister of Mines and Energy in Namibia, äußern sich nach diversen Gesprächen im State House in Windhuk gegenüber Journalisten. Bundeswirtschaftsminister Habeck besucht bei seiner fünftägigen Afrika-Reise die Länder Namibia und Südafrika.

Bild: © Bernd von Jutrczenka/dpa

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat mit Blick auf ein großes Wasserstoff-Projekt in Namibia vor «Energie-Imperialismus» gewarnt. Der Grünen-Politiker sagte am Montag in Windhuk, das Projekt müsse den Menschen in Namibia nützen. «Das Letzte, was wir akzeptieren dürfen, ist eine Art von grünem Energie-Imperialismus.» Das würde bedeuten, das Namibia Energie entwickele, Europa oder Deutschland sie absauge und das Land alleine lasse.

Der Vizekanzler sprach mit dem namibischen Präsidenten Hage Geingob und Energieminister Tom Alweendo. In Namibia ist ein großes Projekt zum Aufbau einer Produktion von «grünem» Wasserstoff mit einem Investitionsvolumen von rund zehn Mrd. Dollar geplant. Das entspreche etwa der jährlichen Wirtschaftsleistung Namibias, sagte Habeck. An dem Projekt ist auch eine deutsche Firma beteiligt. Geingob betonte neue Wege der Kooperation mit Deutschland. Alweendo bezeichnete Deutschland als wichtigen Partner.

Jobs schaffen und Wirtschaft stärken

Habeck sagte, Deutschland unterbreite Namibia ein Angebot, das sich vielleicht von anderen, «energiehungrigen» Ökonomien unterscheide. Deutschland wolle, dass sich dass Land stärker entwickele, dass die Menschen qualifiziert würden, Jobs fänden und die Arbeitslosigkeit sinke. Die Energieversorgung für Namibia und sein Nachbarland Südafrika könne robuster und klimafreundlicher werden. Was übrig bleibe, wolle Deutschland als grünen Ammoniak gerne abnehmen, der per Schiff transportiert werden kann. (dpa/lm)

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