Der Gasspeicher in Rehden hat eine Kapazität von fast 44 TWh. Zuletzt lagerten aber nur noch 0,24 TWh ein.

Der Gasspeicher in Rehden hat eine Kapazität von fast 44 TWh. Zuletzt lagerten aber nur noch 0,24 TWh ein.

Bild: © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Die Gasspeicherumlage wird ab 1. Juli um fast 150 Prozent steigen. Das gab der Marktgebietsverantwortliche Trading Hub Europe (THE) in einer Pressemitteilung bekannt.

Demnach beläuft sich die Umlage künftig auf 1,45 Euro pro MWh oder auf umgerechnet rund 0,15 Cent pro kWh. Bislang liegt sie bei rund 0,06 Cent pro kWh.

Befüllung von Großspeichern

Über die Gasspeicherumlage werden Kosten weiterverteilt, die beispielsweise für die Befüllung mehrerer Gasspeicher im vergangenen Jahr anfielen. Der Marktgebietsverantwortliche hatte inmitten rasant steigeder Großhandelspreise in großem Stil Gas einkaufen müssen, um beispielsweise die Großspeicher Rehden und Katharina zu befüllen.

Anders als marktüblich sicherte er die Mengen zum Zeitpunkt des Einkaufs aber nicht am Terminmarkt ab. Erst im Herbst erhielt das Unternehmen einen entsprechenden Zugang zur Energiebörse EEX. Da waren die Großhandelspreise im Vergleich zum Sommer schon wieder gefallen.

THE hält Gasreserve zurück

Nach einem milden Winterbeginn gab THE im Februar schließlich bekannt, für das kommende Speicherjahr für die Speicher Rehden, Wolfersberg und Katharina Kapazitäten in Höhe von insgesamt 35 TWh gebucht zu haben. Das erlaubt es dem Unternehmen, einen Großteil der eingekauften Mengen als Reserve zurückzuhalten und etwaige Verluste beim Gasverkauf zumindest hinauszuschieben

Zudem kommt THE zugute, dass die Bundesregierung das Gasspeichergesetz um zwei Jahre bis April 2027 verlängern will. Damit kann der Marktgebietsverantwortliche die Weitergabe der Kosten über die Speicherumlage entsprechend strecken. Tatsächlich hat THE nach eigenen Angaben den verlängerten Zeitraum bei der Ermittlung des neuen Satzes herangezogen. Zum 1. Januar 2024 wird die Gasspeicherumlage neu festgesetzt. (aba)

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