Aufgrund einer enormen Antragsflut im Januar hat die Bundesregierung die Förderung für energieeffiziente Gebäude vorläufig eingestellt.

Aufgrund einer enormen Antragsflut im Januar hat die Bundesregierung die Förderung für energieeffiziente Gebäude vorläufig eingestellt.

Bild: © Romolo Tavani/Adobestock

Hausbauer können ab dem 20. April neue Anträge für eine staatliche Förderung energiesparender Neubauten stellen. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag in Berlin mit. Konkret geht es um das Effizienzhaus 40 und eine Förderung bei der staatlichen Bank KfW. Die Förderung ist demnach bis zum 31. Dezember 2022 befristet. Es stehe ein Budget von einer Milliarde Euro für die Neubauförderung zur Verfügung.

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) erklärte, man müsse sich darauf einstellen, dass das Budget sehr schnell ausgeschöpft sein werde. «Um dennoch möglichst vielen Antragstellern eine Förderung zu ermöglichen, haben wir die Fördersätze reduziert. Auch die Förderbedingungen ändern wir: Wir beenden unter anderem einen Anachronismus und fördern künftig nicht mehr den Einbau von Gasheizungen. Das ist politisch allemal angezeigt.»

Die Wiederauflage der Neubauförderung gehe mit einer schrittweisen Neuausrichtung einher. Ziel sei, diese Zug um Zug auf immer mehr Nachhaltigkeit und Effizienz auszurichten. «Parallel werden wir prioritär die dringend notwendige Sanierung fördern.»

Ab 2023 ist ein neues Programm mit dem Titel "Klimafreundliches Bauen" vorgesehen

Wird das Budget dieses Jahr ausgeschöpft, soll nach Angaben des Ministeriums die Neubauförderung im Programm EH40-Nachhaltigkeit nahtlos mit anspruchsvolleren Konditionen fortgeführt werden. Das Programm solle eine Neubauförderung nur noch in Kombination mit dem Qualitätssiegel für nachhaltiges Bauen ermöglichen. Dieses Programm in der Stufe 2 solle bis zum 31. Dezember 2022 gelten. Als dritter Schritt sei ab Januar 2023 ein neues umfassendes Programm mit dem Titel «Klimafreundliches Bauen» vorgesehen. (dpa/hoe)

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